Fußball Die Wochen der Wahrheit

Bleibt vorerst im Kasten des FVLB: Marc Philipp. Am Samstag bestreitet er Spiel Nummer fünf in Folge. Foto: Grant Hubbs

Lörrach - Man kann es drehen und wenden, wie man will: Der FV Lörrach-Brombach befindet sich mittendrin im Abstiegskampf der Verbandsliga Südbaden. Noch ist es aber viel zu früh, bereits den Abgesang auf den Grütt-Verein anzustimmen. Denn: Die Rothemden haben es noch immer in der eigenen Hand. Und sie treffen nun auf Teams, die mehr oder minder dieselbe Kragenweite besitzen.

Für den FVLB stehen die Wochen der Wahrheit auf dem Programm. Siegen oder fliegen ist das Motto. Erst Lahr, dann Endingen, Stegen, Mörsch, Oppenau, Pfullendorf und zum Abschluss gegen Radolfzell. Das sind keine Übermannschaften. „Nun gilt es, nicht schön zu spielen, sondern erfolgreich. Wir müssen kratzen und beißen“, macht Trainer Enzo Minardi deutlich. Zuletzt waren die Leistungen ordentlich. Punkte schlugen nicht oder nur kaum zu Buche.

Das soll sich schon am kommenden Samstag ändern, wenn es ab 14 Uhr gegen den SC Lahr geht. „Es wäre nicht schlecht, wenn wir einen Dreier einfahren“, meint Minardi. Der letzte Sieg datiert vom 11. November. Lange her.

Druck allerdings wolle er seinen Schützlingen nicht machen. „Es sind noch genügend Spiele zu absolvieren.“ Für die Moral indes, für die Stimmung innerhalb des Teams, wäre ein „Dreier“ Gold wert. „Ich glaube fest an meine Mannschaft“, unterstreicht Minardi.

Die Gäste kommen mit Rückenwind ins Grütt. Zwei Siege in Folge hat Lahr eingefahren. Der Tabellenneunte hat immerhin sieben Zähler aus den jüngsten fünf Begegnungen geholt.

„Lahr wird sich mit aller Kraft wehren. Der Gegner will uns auf Distanz halten. Dem SC Lahr würde dafür ein Punkt reichen“, erklärt Minardi, der sich sicher ist, dass ihm und seinen Jungs ein „Geduldsspiel“ blüht. „Und zwar 92 Minuten lang.“ Es gelte deshalb nicht, einfach so drauf los zu kicken. „Wir müssen cool bleiben, vernünftig agieren.“

Auch wenn in Rielasingen am Ende die Null stand und man sich für eine gute Leistung beim Spitzenteam wieder nichts kaufen konnte, so dürfe man durchaus diesen Auftritt als Beispiel nehmen. „Wäre es nicht Rielasingen gewesen, hätten wir gewonnen“, ist Minardi überzeugt. Man habe nicht zu tief gestanden und wolle das auch gegen Lahr nicht. „So sind wir schneller vor dem gegnerischen Tor“, erklärt Minardi.

Es gelte, eine gesunde Mischung zwischen schnellem und präzisem Passspiel zu finden. Und da wäre noch der Wunsch nach dem frühen Tor. „Das gibt Auftrieb, da geht der Kopf nach oben. Wir haben die Qualität dafür.“

Philipp bleibt erst einmal im FVLB-Kasten

Qualität besitzt der FVLB zweifelsohne auch auf der Torhüterposition. Hier hat Minardi die Qual der Wahl. Denn Dominik Lüchinger, umstrittener Stammkeeper bis zu seiner Schulterverletzung, ist wieder fit und gibt im Training wieder „Vollgas“. Marc Philipp rückte zwischen die Pfosten und hat vier Partien im Verbandsoberhaus in Serie absolviert. Und seine Sache hat er sehr gut gemacht. „Es gibt keinen Grund, zu wechseln“, sagt Minardi. Wichtig sei gerade auf dieser Position die Spielpraxis. So ist es vorstellbar, dass Lüchinger in der Reserve zum Einsatz kommt.

Aufgrund seiner Leistenprobleme kommt ein Einsatz von Roberto Billeci wohl nicht infrage. Der angeschlagene Lamin Colley dagegen wird wohl im Kader auftauchen.

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