Fußball Eigentlich spricht alles für die Gäste

Wird sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen müssen: FSV-Torwart Dany Quintero. Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Wer hätte das vor der Saison gedacht, dass der FSV Rheinfelden vor heimischem Anhang als klarer Außenseiter in das Hochrhein-Duell gegen den SV Laufenburg gehen wird? Für die Industriestädter ist das am morgigen Samstag ab 17 Uhr im Europastadion bittere Realität. Da empfängt das aktuelle Schlusslicht den Überraschungs-Spitzenreiter.

Von Uli Nodler

Rheinfelden. Eigentlich hatten sich die Rheinfelder in dieser Spielzeit eine Menge vorgenommen. Die Mannschaft wurde qualitativ und quantitativ verstärkt. Auf dem Platz konnte der FSV das aber bislang in keinster Weise umsetzen.

Das Trainer-Gespann Marc Jilg und Anton Weis musste gehen. Giuseppe Stabile übernahm. Immerhin gab’s unlängst gegen den Mitabstiegskandidaten Freiburger FC II zu Hause den ersten Saisonsieg. Doch schon am vergangenen Sonntag beim SV Au-Wittnau und der 0:3- Schlappe präsentierte sich der Tabellenletzte in einer landesliga-untauglichen Verfassung.

„Eigentlich dachte ich, es gehe aufwärts nach dem Heimsieg gegen die FFC-Reserve, doch dann wurden wir in Au-Wittnau eines Besseren belehrt. Wir machen uns großen Sorgen nach diesem schwachen Auftritt“, ist der Frust auch bei Dieter Maier, dem Sportlichen Leiter, groß.

Fast scheint es so, als ob der FSV Rheinfelden untrainierbar ist. Für viele standen und stehen nicht die Übungsleiter am Pranger, sondern die Spieler, die Woche für Woche weit unter ihren Möglichkeiten bleiben.

Während FSV-Torwart Dany Quintero trotz seines ver- le­tzungsbedingten Ausscheidens am vergangenen Sonntag wohl spielen kann, wird Sascha Strazzeri nach seinem Platzverweis morgen im Hochrhein-Derby fehlen.

Völlig anders ist dagegen die Gemütslagelage beim SV 08 Laufenburg, der nach dem zwölften Spieltag von der Tabellenspitze grüßt. Damit haben im Lager der Nullachter selbst die kühnsten Optimisten nicht gerechnet.

Und dennoch weicht 08-Trainer Michael Wasmer keinen Deut von seiner Zielsetzung ab: „Bevor wir die 40 Punkte nicht erreicht haben, sehe ich keine Veranlassung, ein neues Saisonziel auszugeben.“

Für Wasmer ist das Auswärtsspiel in Rheinfelden auch kein Derby: „Es ist nur ein weiteres Punktspiel, das wir gewinnen wollen. Punkt! Einfach wird's nicht. Rheinfelden hat sich bislang unter Wert verkauft.“

Angst und bange werden muss dem FSV vor der brutal effizienten Laufenburger Tormaschine. Die letzten fünf Pflichtspiele wurden ausnahmslos gewonnen. Dabei gelangen dem Aufsteiger unglaubliche 27 Tore. Das heißt: Pro Spiel erzielte der SV Laufenburg 5,4 Treffer.

Halili und D’Accurso haben 34 Treffer erzielt

Die Offensive ist einfach überragend. Und das, nachdem Goalgetter Sandro Knab den SVL verlassen hat. „Sein Abgang hat die Mannschaft nicht geschwächt. Im Gegenteil: Bei den anderen Spielern setzte das ungeahnte Kräfte frei“, betonte Coach Wasmer.

Vor allem Bujar Halili, der in der vergangenen Bezirksliga-Saison noch im Schatten Knabs stand, blüht richtig auf. Der 25-Jährige hat bislang 20 Tore erzielt und führt in der Landesliga, Staffel 2, die Torjägerliste an.

Ihm auf den Fersen ist Laufenburgs Neuzugang Sandro D’Accurso. Der Ex-Erzinger steht in der Torjägerliste mit 14 Treffern gleich an Position zwei. Im Moment gelingt dem Laufenburger Duo vor dem gegnerischen Tor einfach alles.

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