Fußball Ein Erfolgserlebnis als Knotenlöser

Hoch das Bein: Adrian Mouttet (r.) und der VfR Bad Bellingen empfangen die Kicker des FSV Rheinfelden zum Derby im eigenen Stadion.Foto: Uli Nodler Foto: Die Oberbadische

Während die einen das dringend benötigte Erfolgserlebnis in der Vorwoche eingefahren haben, hoffen die anderen, dass sie nun endlich nachziehen können. Das Landesliga-Derby zwischen dem VfR Bad Bellingen und dem FSV Rheinfelden wird bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison ein durchaus wegweisendes sein.

Von Mirko Bähr

Bad Bellingen. Wohin führt denn die Reise der beiden Klubs? Siegen die Hausherren am Samstag, 15.30 Uhr, zum zweiten Mal in Folge, müssen sie sich erst einmal nicht mehr mit der unteren Tabellenregion beschäftigen. Der FSV benötigt am fünften Spieltag den ersten Saisonsieg, um nicht schon jetzt in den Abstiegssog hineinzugeraten.

Die Rheinfelder schauten am vergangenen Wochenende und nach drei Niederlagen zu Beginn zu. Sie hatten spielfrei. „Wir haben diese Tatsache genutzt, um gut zu trainieren. Auf der anderen Seite hätten wir gerne gespielt, um im Rhythmus zu bleiben“, sagt Coach Christian Jäger. Zumal seine Jungs gegen Kirchzarten am vorletzten Spieltag eine starke erste Halbzeit gezeigt hätten.

„Wir standen kompakt, jeder hat für den anderen gekämpft, haben gut nach vorne gespielt und uns Chancen herausgespielt“, erinnert sich Jäger. Das einzige Manko sei das Auslassen bester Chancen gewesen. „Wir hätten zur Pause 3:0 oder 4:0 führen müssen, dann wäre das Spiel gelaufen gewesen.“

So hielt man Kirchzarten im Spiel, und die Gäste bedanken sich dafür auf ihre Art. Und zwar mit einem späten Siegtreffer.

Fünfmal einnetzen konnten die Bad Bellinger zuletzt gegen eben jene Kirchzartener. „Wir haben uns reingekämpft, so wie das in so einer schwierigen Situation auch sein muss. Wir waren diszipliniert und haben dank des Teamgeists einen Rückstand weggesteckt“, blickt Werner Gottschling gerne auf diese Partie zurück. Dieser Sieg könnte den Knoten gelöst haben. „Wird am Wochenende gewonnen, läuft die anstehende Trainingswoche gleich ganz anders“, weiß der VfR-Coach. Jetzt wolle man diesen Schwung auch nutzen und vor dem spielfreien Wochenende nachlegen.

Damit im Rheinstadion am Ende etwas rausspringt, braucht es eine „geschlossene Mannschaftsleistung“, macht sein Gegenüber Jäger deutlich. „Wir müssen uns als Team präsentieren. Wir wissen um die Schwere der Aufgabe. Doch wenn jeder sein Potenzial abruft, ist etwas drin“, glaubt Jäger, der wieder auf Massimo De Franco zurückgreifen kann. Julian Jäger und Sascha Strazzeri sind noch gesperrt. Keeper Dany Quintero war angeschlagen, sollte aber laut Jäger im Derby zwischen den Pfosten stehen können.

Der VfR darf zum ersten Mal in dieser Saison auf die Dienste von Leistungsträger Christian Ophoven zurückgreifen. Auch die Urlauber Jonas Domagala und Moritz Reif sind wieder dabei. „Der Konkurrenzkampf wird wieder größer. Das braucht es, um gut und erfolgreich zu spielen“, sagt Gottschling.

Was ihm das Ergebnis von 0:8 sage? „Nichts. Ich habe es vergessen“, antwortet der VfR-Trainer. Mit diesem Ergebnis hat Rheinfelden das bislang letzte Aufeinandertreffen in Bad Bellingen für sich entschieden. „Warum sollen wir nun etwas zur Sprache bringen, was längst vergessen ist?“, fragt Gottschling. Er spreche viel lieber die gute Reaktion des Teams in Kirchzarten an. „Es gab eine gewisse Unzufriedenheit, aber dann haben sich alle zusammengerissen. Das 5:2 war dann das Resultat davon und hat gezeigt, was passiert, wenn man sich an die Vorgaben hält.“

Natürlich sei die nächste Aufgabe ein Derby. Sicherlich sei der FSV eine Mannschaft, die auch aufgrund der derzeitigen Konstellation nicht einfach zu bespielen sei. Aber: „Mir ist jetzt grundsätzlich egal, gegen wen wir ran müssen. Wir wollen mehr, wollen einen weiteren Sieg einfahren“, macht Gottschling klar.

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