Fußball Ein Klub auf jeden Fall in Runde zwei

Die gute Nachricht zuerst: Ein Hochrhein-Klub wird auf jeden Fall in der zweiten Runde des Südbadischen Vereinspokals vertreten sein. Die schlechte Nachricht ist, dass wohl nicht mehr dazukommen werden. Denn es gibt nur ein direktes Duell zwischen Gastgeber VfR Bad Bellingen und dem SV Weil. Lediglich Außenseiterchancen müssen dem Bezirksligisten FC Wittlingen und dem Landesligisten SV Laufenburg gegen höherklassige Klubs eingeräumt werden.

Von Uli Nodler

Lörrach. Ein Blick in die Annalen des Südbadischen Vereinspokals macht deutlich, dass die Hochrhein-Klubs in der Historie nur eine Randnotiz sind. Lediglich zwei südbadische Pokalsieger durfte der südbadische Fußball-Bezirk im südwestlichsten Zipfel der Republik feiern. Der erste Coup gelang dem FV Lörrach, der damals noch eigenständig war, 1969 in Teningen. Dort wurde der SV 08 Kuppenheim mit 4:0 bezwungen. 1985 trug sich der SV Weil zum zweiten und bis heute letzten Mal in die Siegerliste ein. Die Weiler schlugen damals den Offenburger FV mit 1:0.

Ein zweiter Titelgewinn blieb den Weilern 2011 verwehrt, als die Blau-Weißen als Verbandsligist das Endspiel gegen den Landesligisten FC Teningen mit 1:2 verloren. Bislang erfolgreichster Klub im südbadischen Pokalwettbewerb ist der FC Villingen mit neun Titeln.

Verabschiedet hat sich bereits der FV Lörrach-Brombach. Der Verbandsligist zog am Mittwoch in seinem Erstrundenmatch erwartungsgemäß gegen den Regionalligisten Bahlinger SC mit 1:5 den Kürzeren.

Aus Hochrhein-Sicht steht natürlich das interne Duell zwischen Gastgeber VfR Bad Bellingen und dem SV Weil im Mittelpunkt des Interesses. Das Duell steigt am morgigen Samstag ab 15.30 Uhr in der Kurgemeinde. In der vergangenen Saison standen sich die beiden Klubs noch in der Landesliga gegenüber. Damals überraschte der Aufsteiger mit einem 3:0-Erfolg im Weiler Nonnenholz. Im Rückspiel drehte der SV Weil den Spieß um, gewann mit 2:1.

VfR Bad Bellingen - SV Weil

Aktuell hat sich die Gemengelage zwischen den beiden Klubs ein wenig geändert. Der SV Weil ist als Sieger der Aufstiegsrunde in die Verbandsliga aufgestiegen. Der VfR Bad Bellingen schaffte in der Landesliga, Staffel 2, auf den letzten Drücker den Ligaverbleib.

Nun stehen sich also beide Vereine im Verbandspokal gegenüber. Die Kräfteverhältnisse dürften klar verteilt sein. Nach den Abgängen der Leistungsträger Tim Siegin, Christian Ophoven und Yannik Domgala stehen die Rebländer vor einer schweren Saison. Doch VfR-Trainer Werner Gottschling ist keiner, der die Flinte ins Korn wirft: „Wir müssen versuchen, die verlorene individuelle Klasse im Kollektiv aufzufangen.“

Die jüngsten Erfolge mit den Siegen im Pokal gegen den TuS Lörrach-Stetten und im Test gegen den TuS Efringen-Kirchen machen Mut. „Wir sind in diesen beiden Spielen ein paar Schritte nach vorne gegangen“, sah auch Gottschling Fortschritte bei seiner Mannschaft. Ob das reicht, wird morgen die Partie zeigen. Ungeachtet dessen hat für Gottschling, der wieder auf den einen oder anderen Urlaubsrückkehrer zählen kann, das erste Punktspiel absolute Priorität.

Weils Trainer Andreas Schepperle weiß natürlich, dass seine Mannschaft als Favorit in dieses Pokalspiel gehen wird. Er weiß aber auch vom Hörensagen, dass sich der Grenzstadt-Klub in der vergangenen Saison unglaublich schwer gegen die Bad Bellinger getan hat: „Das wird für uns alles andere als einfach. Ich erwarte ein enges Match. Der Verbandsligist aus dem Nonnenholz muss morgen auf den einen oder anderen Spieler verzichten. Verletzungsbedingt fehlen werden Liriam Ismajli, Dustin Riede und Alex Hermann. Auch Justin Samardzic fehlt wegen einer Zahnentzündung.

FC Wittlingen - FC Denzlingen

In der Rolle des Außenseiters sieht sich Bezirksligist FC Wittlingen am kommenden Sonntag vor heimischer Kulisse gegen den Verbandsligisten FC Denzlingen. Anpfiff auf der Anlage im Vorderen Kandertal ist am Sonntag um 17 Uhr.

Chancenlos sieht Coach Tiziano Di Domenico sein Team aber nicht: „Wir freuen uns sehr auf dieses Match, werden es genießen. Es ist ein Bonus für uns. Auch wenn wir zwei Klassen tiefer spielen, können wir auch gegen diesen vermeintlich übermächtigen Gegner etwas bewegen“, rechnet sich der dienstälteste Bezirksliga-Trainer etwas aus.

Es fehlen einige Urlauber, aber jammern will Di Domenico nicht: „Unser 24-Mann-Kader gibt einiges her. Da werden wir sicherlich eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz bringen. Fehlen wird allerdings Felix Eckenstein. Er hat sich im Sprunggelenk ein Band gerissen.

SV Laufenburg - FC Auggen

Auch in diesem Kräfteduell am morgigen Samstag (Anpfiff 15.30 Uhr) dürften die Kräfteverhältnisse klar verteilt sein. Alles andere als ein Erfolg des Verbandsligisten aus dem Markgräflerland dürfte im Laufenburger Waldstadion eine faustdicke Überraschung sein. Der SVL hatte sich in der Qualifikation zu Hause gegen den Landesliga-Rivalen Rheinfelden deutlich mit 6:0 durchgesetzt, doch der FC Auggen ist ein ganz anderes Kaliber. Da sind die Laufenburger klarer Außenseiter, auch wenn Torjäger Sandro Knab vor seinem Wechsel in die U21-Mannschaft von Grasshoppers Zürich zum vorerst letzten Mal das Nullachter-Dress tragen wird.

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