Fußball Ein Synonym für den Erfolg

Uli Nodler
Vorsitzender Volker Scherer hat die Zügel in der Hand. Foto: Grant Hubbs

Superlativ ist für den TuS Binzen kein Fremdwort. Der Fußball-Klub an der Mündung des Kandertals hat sich in den vergangenen Jahren sportlich und auch infrastrukturell enorm entwickelt. Nun strebt er in der Landesligarelegation Historisches an.

Der 1956 gegründete Turn- und Sportverein zählte zwar im Frauen-Fußball zu den Bundesliga-Gründungsmitgliedern, riss jedoch im Männerbereich Jahrzehntelang keine Bäume aus. Das änderte sich 2019 schlagartig, als Vorsitzender Volker Scherer die bahnbrechende Idee hatte, Karl-Frieder Sütterlin mit seinem weitreichenden Netzwerk als Trainer zu verpflichten. Er war auch die Triebfeder beim Bau der neuen Sportanlage unweit des ursprünglichen Standorts. Das barrierefreie Schmuckstück sucht seinesgleichen im Bezirk.

Der TuS Binzen wurde in den hiesigen Fußballkreisen ein Synonym für den Erfolg. Die erste Mannschaft rauschte aus der Kreisliga B im Schweinsgalopp in die Bezirksliga. Und nun peilen die Sütterlin-Schützlinge den Aufstieg in den überregionalen Fußball an. „Wir alle freuen uns riesig,dass wir nach einer durchwachsenen Vorrunde in der Rückrunde alles in die Waagschale geworfen und damit den zweiten Tabellenplatz und die beiden Aufstiegsspiele zur Landesliga erreicht haben“, lässt der TuS-Boss nicht ohne Stolz wissen.

Beinahe wäre noch der Titel drin gewesen. Am Ende fehlte ein Punkt auf Meister und Direkt-Aufsteiger VfR Bad Bellingen. Scherer weiß auch, warum: „In der Vorrunde haben wir zu viele Punkte liegen gelassen. In letzter Sekunde gaben wir beispielsweise Punkte in Efringen-Kirchen, Buch und gegen Mettingen/Krenkingen ab. Die verletzungsbedingten Ausfälle von Nils Mayer, Gabriel Dittmar, Tobias Lehr und Felix Sütterlin waren nicht zu kompensieren.“

So hinkte der TuS bis zur Winterpause der Musik hinterher. Doch dann ging die Post ab. Zwar wurde das erste Match gegen den TuS Lörrach-Stetten noch verloren, aber dann stand bis zum Schlussakkord in Jestetten mit zwölf Siegen und zwei Unentschieden der Erfolg Pate. Binzen rangierte in der Rückrunden-Tabelle mit fünf Punkten Vorsprung auf Meister VfR Bad Bellingen auf Platz eins.

Prunkstück des TuS Binzen war die Defensive. Lediglich 32 Gegentreffer musste man hinnehmen. Beim Meister waren es 46. Die Kandertäler können nun nicht nur auf ihre überregional erfahrenen Spieler wie Torwart Dominik Lüchinger, Patrice Glaser, Ben Nickel, Nils Mayer und David Bosek bauen, sondern auch auf den eigenen Nachwuchs. So formte Sütterlin Tim Trefzer, Felix Busse und Ben Berger zu Leistungsträgern. „Wir werden auch weiterhin auf unseren Nachwuchs setzen. Damit sind wir bestens gefahren“, betont Vereinschef Volker Scherer.

Vor den beiden Kracher-Partien gegen den Freiburger Bezirksliga-Vize Emmendingen ist auf der Funktionärsebene alles in trockenen Tüchern. Sütterlin rückt als Co-Trainer ins zweite Glied. Johnny Disanto übernimmt den Cheftrainer-Posten. In der Sportlichen Leitung macht Matthias Tschöp, der als Funktionär und Jugend- wie Aktivtrainer Großartiges für den Verein geleistet hat, Tobias Jehle Platz.

Nun steht dem bislang größten sportlichen Erfolg nur noch der FC Emmendingen im Weg. „Es ist eine große Herausforderung für uns. Und alle aus der Gemeinde werden uns die Daumen drücken“,fiebert auch Vorsitzender Volker Scherer den beiden Aufstiegsspielen gegen den einstigen Regionalligsten entgegen. Nervosität ist da im Spiel.

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