Fußball Eine schonungslose Aufarbeitung

Uli Nodler

Platz sieben, neun Punkte Rückstand auf das Spitzenduo Herbolzheim und Hausen. Die Vorrunde und die beiden Rückrundenspiele vor der Winterpause sind für den vor der Saison so hoch gewetteten Landesligisten FSV Rheinfelden alles andere als optimal verlaufen. „Wir haben uns bis in den Oktober hinein zu viele Fehler geleistet“, nimmt sich Vorsitzender Patrick da Rugno in die Pflicht.

Von Uli Nodler

Rheinfelden. Nach teilweise spektakulären Verpflichtungen im Sommer letzten Jahres avancierte der FSV Rheinfelden zum Topfavoriten auf den Titel in der Landesliga, Staffel 2. Doch die Mannschaft wurde den hohen Erwartungen nicht gerecht. Der FSV-Vorsitzende weiß, warum: „Es gab auf allen Ebenen Störfaktoren. Im sportlichen Bereich waren es die vielen Verletzten und die erschwerten Trainingsbedingungen. Dazu gesellten sich auf der administrativen Ebene Kommunikationsprobleme zwischen Vorstand und Sportlicher Leitung, die dann zuweilen in einer falschen Transferpolitik mündeten.

Inzwischen hat eine schonungslose Aufarbeitung der Versäumnisse im Klub stattgefunden. „Ich bin überzeugt, dass wir aus unseren Fehlern gelernt haben, die neuen Erkenntnisse umsetzen und dass die neuen Entscheidungen greifen werden“, betont Da Rugna. Dazu zählt auch die nach dem Vereinswechsel von Julian Jäger vakante Stelle des Sportlichen Leiters. Die hat inzwischen Dennis Carmelini übernommen. Er wird in seiner Arbeit vom FSV-Vorstand unterstützt. „Da wird von beiden Seiten großer Wert auf Transparenz gelegt“, informiert der FSV-Chef Da Rugna.

Die Ende letzten Jahres entstandenen Gerüchte über den Ausstieg des einen oder anderen Sponsors verweist Da Rugna ins Reich der Fabel: „Wir haben mit unseren Sponsoren langfristige Verträge. Daran hat sich nichts geändert.

Nach dieser administrativen Tabula rasa liegt beim FSV der Fokus auf dem Sportlichen. Die erste Aktivmannschaft hat trotz des deutlichen Rückstands auf das Landesliga-Spitzenduo die beiden ersten Plätze noch im Visier. Die zweite Mannschaft dürfte nach zahlreichen Neuzugängen (Francesco Voria, Vito Santoro, Anass El Fatmi, Amin Pius, Salifu Fadera, Besart Cibukciu) dürfte nach der Winterpause an Qualität gewonnen haben. In Verhandlung stehen die Verantwortlichen der Zweiten Mannschaft mit Jan Jilg und Samuel Pisano.

Nach den Abgängen von Alessandro Guglielmelli, Stephanos Georgiu, Nick Henke und Julian Jäger verschlankt sich dagegen der Kader der „Ersten“, weil mit Giovanni Passannante aktuell erst ein Winter-Neuzugang Tatsache ist.

Weit mehr wiegt für Patrick Da Rugna die Rückkehr etlicher verletzter Spieler. So befindet sich Berat Ozan nach seinem Achillessehnen-Abriss wieder im Lauftraining. Mit ihm ist nach der Winterpause ebenso zu rechnen wie mit Romano Males und Dimitri Suworow. Möglicherweise greift dann auch Fabio Venturiero wieder ins Geschehen ein. Vielversprechende Aussichten also. Mit Trainer Musa Musliu und seinem Betreuerteam will der Verein dann im Frühjahr dieses Jahres sprechen.

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