Fußball Eine wertvolle Erfahrung

Die Oberbadische, 11.07.2018 16:23 Uhr

Eine wertvolle Erfahrung hat der Schopfheimer Schiedsrichter Stefan Mera Linz gemacht, als er dieser Tage beim DFB-U15-Sichtungsturnier an der Sportschule Wedau seine Trillerpfeife in die Hand nahm. Jeder Landesverband stellte nicht nur seine Auswahlmannschaft, sondern auch einen Schiedsrichter.

Schopfheim. Im Ruhrpott wurden die ausgewählten Referees nach einer Vorstellungsrunde von DFB-Lehrwart Lutz Wagner darauf eingestellt, die anstehenden Spiele mit „großzügiger Linie“ laufen zu lassen und somit viel Spielfluss zu ermöglichen, berichtet der 22-Jährige. Im Anschluss begrüßte auch der U15-Nationaltrainer Christian Wück die Teilnehmer und machte den Akteuren deutlich, was von ihnen erwartet werde, um ein Nationalspieler zu werden, erinnert sich Mera-Linz. Abends wurden im „Sportler-Treff“ die Begegnungen und Schiri-Ansetzungen des nächsten Tages bekannt gegeben.

Der Schopfheimer, der künftig in der Verbandsliga Partien leitet, kam in Duisburg zunächst dreimal als Assistent zum Einsatz, ehe ihm das Topspiel zwischen Westfalen und Baden übertragen wurde. „Da es viele Spielsituationen zu bewerten gab, war es ein großer Vorteil, sich bereits in den Drittelpausen mit Schiedsrichter-Coach Karl-Heinz Schleier abzusprechen und Tipps zuerhalten“, resümiert Mera-Linz.

Neben den Spielleitungen auf dem grünen Rasen wurde für die jungen Referees auch ein abwechslungsreiches Freizeit-Programm auf die Beine gestellt. Neben einem Ausflug nach Düsseldorf wurde auch benachbarte Wasserski-Anlage besucht. „Wie auch einige Schiedsrichter, fiel dann auch der Auftaktsieg der DFB-Elf ins Wasser, auf den man in geselliger Runde hin gefiebert hatte“, schmunzelt der Schiri, der seit 2013 dieser Leidenschaft nach geht.

Viele Gespräche, viele Analysen

An den letzten beiden Spieltagen kam Mera-Linz noch in zwei weiteren Spielen als Assistent und bei der Partie zwischen Schleswig-Holstein und Thüringen als Schiedsrichter zum Einsatz. Nach den Begegnungen bekamen die Unparteiischen wertvolles Feedback von den Coaches. Außerdem wurden sämtliche Videoszenen aufbereitet und in der Gruppe analysiert. „So konnte jeder eine ganze Menge für zukünftige Spielleitungen mitnehmen“, ist sich Mera-Linz sicher. Interessant und sehr lehrreich sei es gewesen, das eigene Auftreten, die Körpersprache sowie das Antizipieren von Spielzügen durch intelligentes Stellungsspiel einmal von außen wahrnehmen zu können.

„In den Spielanalysen und bei einigen Gesprächen in der Freizeit machten die Coaches immer wieder darauf aufmerksam, dass dies die Feinheiten sind, um nicht nur ein guter, sondern ein sehr guter Schiedsrichter zu werden.“

 
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