Fußball Es ist das Spiel der Spiele

Mirko Bähr
Das letzte Spiel für Christian Weber. Foto: Grant Hubbs/Grant Hubbs

Mit einem Vier-Tore-Polster reisen die Handballerinnen der HSG Dreiland zum alles entscheidenden Match nach Ottersweier. Gelingt der Aufstieg in die Südbadenliga?

Die Chancen stehen gut. Doch in trockenen Tüchern ist für die Damen der HSG Dreiland noch lange nichts. Es braucht nochmals eine starke Leistung, um den großen Aufstiegstraum Realität werden zu lassen. Bereits am Freitag (7. Juni) gilt es: Dann steht das Rückspiel bei der SG Ottersweier/Großweier ab 20 Uhr auf dem Programm.

Die Tür ist ein stückweit geöffnet nach dem 26:22-Heimerfolg im Hinspiel am vergangenen Sonntag in der Markgrafensporthalle in Weil am Rhein. Jetzt gilt es durch diese Türe auch hindurchzugehen. Dafür genügt ein Remis oder sogar eine Niederlage mit weniger als vier Toren Differenz.

Von solchen Rechenspielchen will der Trainer nichts, aber auch gar nichts wissen. „Das Vier-Tore-Polster ist zwar gut, aber jeder, der sich im Handball auskennt, weiß, dass das im Prinzip nichts ist. Wir können also nicht ins Spiel gehen mit dem Ziel, dieses kleine Plus irgendwie zu verwalten“, sagt Christian Weber in seinem letzten Spiel als Trainer der HSG-Damen.

Gibt’s ein wunderbaresAbschiedsgeschenk?

Nach der Partie ist Schluss für ihn. Kein Wunder also, dass er sich über ein wunderbares Abschiedsgeschenk seiner Schützlinge in Form des Aufstiegs in die Südbadenliga natürlich am meisten freuen würde.

„Wir müssen auf Sieg spielen“, gibt er die Richtung vor. Und nach der Leistung und dem Ergebnis des Hinspiels dürfen die HSG-Mädels durchaus mit Selbstvertrauen im Gepäck die Reise antreten. „Wir fahren guten Mutes in den Landkreis Rastatt“, so Weber. Das heißt aber nicht, dass man überheblich ins Rückspiel geht.

Denn wie schnell es gehen kann, das hat gerade Spiel Nummer eins gezeigt, als Ottersweier eine Viertelstunde vor Schluss bereits mit einem Drei-Tore-Vorsprung führte und wie der sichere Sieger aussah. Dann aber drehte die HSG auf und den Spieß um.

Wie es gegen Ottersweier/Großweier gehen muss, das hat die Brombach-Weil-Equipe zuhause vor den eigenen Fans gezeigt. Der Schlüssel wird einmal mehr eine herausragende Abwehrleistung sein. Außerdem gilt es im Angriff mit Zug in Richtung Tor zu gehen. Gelingt das, dann ist alles drin. „Wir müssen das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben“, so Weber. So richtig ins Detail will er dabei nicht gehen.

Nicht mit von der Partie sein wird Torhüterin Anke Bächthold, die im Hinspiel die Spielerinnen des Gegners schier zur Weißglut gebracht hat. Mit ihren Paraden hatte sie einen entscheidenden Anteil am Erfolg. Gut, dass die HSG mit Ena Brisevac über eine weitere starke Keeperin verfügt, die ebenfalls hohes Niveau aufweist. Allerdings hat sie derzeit Knieprobleme. „Sie muss und wird auf die Zähne beißen“, meint Weber. Des Weiteren fehlen Julia Leisinger und Celina Beyer.

HSG-Frauen spielenmit Trauerflor

Für den scheidenden Trainer steht außer Frage, dass die HSG in die Südbadenliga zurückkehren wolle. „Das ist unser Ziel.“ Sollte dies jedoch nicht gelingen, dürfe man auch nicht von einem Scheitern sprechen. „Das Team hat bislang eine herausragende Saison gespielt und eine extrem starke Leistung in der bisherigen Relegation abgerufen.“ Das sollte man sich zwingend vor Augen führen.

In Ottersweier werden die HSG-Frauen zum Gedenken an Remo Schamberger mit Trauerflor spielen. Der Mr. Handball in Weil am Rhein, seit Jahrzehnten Kassierer der ESV-Abteilung und früher selbst Spieler und Trainer, starb völlig unerwartet und plötzlich in der Nacht auf Montag.

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