Fußball Fünf Jungspunde verstärken die „Erste“

Uli Nodler
Torhüter Marc Philipp und der FV Lörrach-Brombach bestreiten am Donnerstag das letzte Saisonspiel. Foto: Grant Hubbs/Beautiful Spor/Grant Hubbs

Abstieg oder weiter bibbern. Diese zwei Möglichkeiten offerieren sich dem Fußball-Verbandsligisten FV Lörrach-Brombach am letzten Saisonspieltag, der am Donnerstag, 30. Mai, über die Bühne geht.

Zu Gast im Grütt ist der SC Lahr. Der FC Auggen bestreitet das letzte Verbandsligaspiel an Fronleichnam im heimischen Lettenpark gegen den SC Pfullendorf. Die Partien des 34. Spieltags beginnen um 15 Uhr.

Beim FVLB gibt sich keiner mit Illusionen ab. Auch Trainer Thorsten Szesniak nicht: „Alle wissen, was die Stunde geschlagen hat. Dennoch werden wir alles geben, um den fünftletzten Tabellenplatz zu halten, damit wir noch eine Restchance haben.

Wie bereits mehrfach berichtet laufen bei den Lerchenstädtern die Planungen zweigleisig. Sollte der Abstieg in die Landesliga, Staffel 2, Tatsache werden, dann ist den Machern im Grütt nicht bange: „Bis auf zwei Spieler, die noch unschlüssig sind, haben bis auf die bereits feststehenden Abgänge alle anderen Kaderspieler mündlich zugesagt“, informierte Sportchef Harald „Floyd“ Kleinhans. Bekanntlich verlassen werden den Verein David Pinke (FC Wittlingen) und Jonas Gutgsell (VfR Hausen). An Bord bleiben auch Trainer Thorsten Szesniak und sein Co. Dennis Weiß.

Für den Ligaverbleibspricht nicht viel

Nicht nur Kleinhans, auch Szesniak hält große Stücke auf die fünf Jungspunde, die aus der eigenen U19 in den Kader der ersten Mannschaft aufrücken. Es sind die beiden Torhüter Lenny Eckert und Pascal Kiefer sowie Noel Schwald, Phil Schmiederer (beide Mittelfeld) und Jack Akuegwu (Angriff).

Entscheidungen sind bis auf die Frage gefallen, wer muss mit Schlusslicht FC Singen, DJK Donaueschingen und dem SC Konstanz-Wollmatingen noch in die jeweilige Landesliga-Staffel absteigen. Dafür in Frage kommen der Viertletzte SV Stadelhofen und der Fünftletzte FV Lörrach-Brombach. Die Wahrscheinlichkeit ist weitaus größer, dass es am Ende beide erwischt. Denn: Der Viertletzte steigt ebenfalls direkt ab. Der Fünftletzte rettet sich nur, wenn der FC Denzlingen in der Oberliga Baden-Württemberg nicht absteigt und der FC Auggen sich in der Oberliga-Aufstiegsrelegation gegen die Verbandsliga-Tabellenzweiten aus Nordbaden und Württemberg durchsetzt.

Der FVLB geht als Fünftletzter mit zwei Punkten Vorsprung auf Stadelhofen in das letzte Saison-Duell. Verliert der FVLB zu Hause gegen Lahr, was angesichts der Ergebnisse in den vergangenen Wochen keine Sensation wäre, dann darf Stadelhofen, ebenfalls im eigenen Stadion, nicht gegen den FC Teningen gewinnen. Das könnte ebenfalls eintreten, da die Teninger als Tabellenvierter durchaus noch die Chance haben, angesichts der zwei Punkte Rückstand auf Rielasingen-Arlen mit einem Auswärtssieg doch noch auf den dritten Tabellenrang vorzurücken. Dieser Platz könnte die Aufstiegsrelegation bedeuten, wenn der FC Villingen I nicht in die Regionalliga aufsteigt und deshalb Verbandsliga-Meister Villingen U21 der Aufstieg in die Oberliga verwehrt bleibt.

Giesel glaubt nichtan den direkten Aufstieg

Doch auch ein 13. Tabellenplatz würde dem FVLB wohl am Ende nicht reichen. Denzlingen könnte es noch schaffen, aber so richtig traut dem FC Auggen keiner zu, sich zunächst gegen den nordbadischen Zweiten und dann gegen den württembergischen Vize durchzusetzen. Sowohl in Nordbaden (Zuzenhausen/Weinheim) als auch in Württemberg (Fellbach/Calcio Leinfelden) fällt die Entscheidung über Meister und Zweiten erst am letzten Spieltag. Der Tabellenzweite FC Auggen will am Donnerstag die Verbandsliga-Runde mit einem Heimsieg gegen den SC Pfullendorf beenden und sich dann gewissenhaft auf die Oberliga-Aufstiegsspiele vorbereiten. Dass es sogar mit dem direkten Aufstieg klappt, glaubt Sportchef Björn Giesel nicht: „Die Villinger Erste wird sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen und steigt in die Regionalliga auf.“

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