Fußball FVLB verpennt Wiederbeginn

Sidy Dieng bringt den FV Lörrach-Brombach in Bruchsal noch vor der Pause in Führung. Foto: Archiv

Wieder nichts: Diese Niederlage in Nordbaden hat Erkan Aktas schon zugesetzt. „Man darf das durchaus schon als Tiefschlaf bezeichnen“, machte der Trainer des FV Lörrach-Brombach nach der 1:2 (1:0)-Niederlage im Tabellenkellerduell beim 1. FC Bruchsal klar. Die Niederlage ist das eine, die Art und Weise das andere.

Von Mirko Bähr

Bruchsal. „Viel Brechstange, wenig Struktur und Ordnung. Und dann schenken wir auch noch eine Führung in kürzester Zeit her. Wir haben das Spiel innerhalb von fünf Minuten verloren“ lässt Aktas wissen. „Das ist richtig bitter.“

Es waren die fünf Zeigerumdrehungen nach der Halbzeitpause, als die Hausherren aus einem 0:1 ein 2:1 machten. Bruchsal kam mit Schwung aus den Katakomben. „Wir dagegen waren wohl noch in der Kabine“, stellte Aktas fest. Und es waren noch dazu zwei durchaus vermeidbare Treffer.

Beide Male war Albin Sahiti zur Stelle. Beim 1:1 in der 46. Minute brachte er einen Abpraller im Netz unter. Zuvor konnte Philipp einen Kopfball nur nach vorne abwehren, genau dahin, wo der Bruchsaler stand. Weitere drei Minuten später kam er nach einem Eckball außerhalb des Strafraums an den Ball und zog ab. Von einem Abwehrspieler abgefälscht, landete er im Gehäuse. „Das war zu einfach, da haben wir nicht gut verteidigt“, sagt Aktas.

FVLB geht noch vor der Pause mit 1:0 in Front

Eigentlich hätten es die Gäste sein sollen, die nach der Pause mit Selbstvertrauen und klarem Kopf auf den grünen Rasen kommen. Denn: Wie sagt man so schön, sie hatten zum psychologisch perfekten Zeitpunkt den 1:0-Führungstreffer erzielt.

In einem durchschnittlichen Oberliga-Spiel, in dem beide Mannschaften wahrlich kein spielerisches Feuerwerk abbrannten und kaum einmal offensive Akzente setzten, lief schon die erste Minute der Nachspielzeit, als der FVLB aus heiterem Himmel in Front ging.

Rechtsaußen Aramis Rohner hatte sich über den Flügel durchgesetzt und in die Mitte gepasst, wo Sidy Dieng an die Kugel kam und diese im Bruchsaler Kasten unterbrachte. „Da hatte ich das Gefühl, dass ein Spiel endlich einmal für uns laufen könnte“, meinte Aktas.

Dieses Gefühl hatte er dann aber bald schon nicht mehr. Eher ein flaues in der Magengegend. Das wurde immer intensiver. Schließlich konnten seine Schützlinge im Anschluss die eine oder andere Chance nicht verwerten. Ob es Eschmann war, Dieng oder auch Romano Maler. Sie ließen Möglichkeiten aus. „Da kannst du auch das 2:2 machen. Am Ende aber hat mit Bruchsal die glücklichere Mannschaft gewonnen“, meint Aktas.

Auch die Hausherren waren nochmals das eine oder andere Mal gefährlich im FVLB-Strafraum aufgetaucht, ohne aber einen weiteren Treffer nachzulegen.

Und so blieb es dann am Ende also beim 1:2 aus Sicht der Gäste, die nach ihrem siebten Saisonspiel noch immer auf den ersten Sieg warten. Dagegen durften die Bruchsaler nach sechs Partien ohne Erfolgserlebnis wieder einmal jubeln. Sie haben nun schon zehn Partien absolviert.

„Jetzt sollten wir schauen, dass wir am Dienstag im Nachholspiel gegen einen starken Gegner wie Pforzheim auf die Siegerspur finden“, betont Aktas. Der Blick auf die Tabelle der höchsten Spielklasse Baden-Württemberg unterstreicht das. Da hat das Schlusslicht aus der Lerchenstadt bereits acht Zähler Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz.

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