Fußball Großklaus will es nochmals wissen

Fabian Schreiner
Tim Großklaus Foto: Archiv

Von Fabian Schreiner

Müllheim. In den vergangenen Monaten wurde es um Tim Großklaus ruhiger. Kein Wunder: Denn der zweifache Vater ist nun bereits seit mehr als zwei Jahren ohne Pflichtspiel. Mit 34 Jahren will es Großklaus jetzt aber nochmals allen zeigen. Sein Ziel: Spielertrainer am Hochrhein.

Während die allermeisten Amateurfußballer nach der langen Coronapause seit dem vergangenen Sommer wieder gegen das runde Leder treten dürfen, ist einer aktuell noch außen vor: Tim Großklaus. Der 34-jährige Familienvater hätte seine Karriere auch bereits beenden können, doch Großklaus will es noch einmal wissen: „Der Fußball macht mir einfach zu viel Spaß. Solange man noch fit ist, sollte man auch spielen, so lange es nur geht.“

Großklaus, der in einem kleinen Dorf bei Müllheim lebt, ist derzeit vereinslos. Eigentlich hätte er in der Rückrunde der Saison 2020/21 den Freiburger A-Kreisligisten SV Gündlingen als Spielertrainer übernehmen sollen, doch dann kam erneut der Lockdown. „Als es wieder losging, war ich beruflich mehr eingespannt und musste aufhören. Eigentlich habe ich nie richtig angefangen. Ich würde jetzt lieber wieder etwas am Hochrhein übernehmen“, macht der ehemalige Profi deutlich. Doch was macht die Grenzecke für Großklaus so besonders? „Das liegt daran, dass ich hier die meiste Zeit meiner fußballerischen Laufbahn verbrachte habe. In der Jugend habe ich in Liel und in Weil gespielt, später bin ich rüber in die Schweiz und war anschließend wieder Spielertrainer beim SV Liel-Niedereggenen.“

Zu seinem Heimatverein kehrte Großklaus zur Rückrunde 2015/16 zurück und führte die Lieler innerhalb kürzester Zeit von einem Abstiegsplatz in der B-Klasse in die Kreisliga A. Im Aufstiegsjahr 2018 erzielte Großklaus als Spielertrainer in 25 Partien 43 Treffer. Gleich die erste Saison in der Kreisliga A-West beendete Liel auf einem starken sechsten Rang. Hauptverantwortlich war einmal mehr Großklaus mit 36 Toren. Im Oktober 2019 absolvierte der Offensivmann dann sein bislang letztes Pflichtspiel.

„Ich jogge viel, gehe ab und an ins Fitness. Das Fußballerische verlernt man ja nicht“, sagt Großklaus und fügt hinzu: „Ich habe wieder richtig Lust, eine Aufgabe als Spielertrainer zu übernehmen. Ich bin ambitioniert und kann mir vorstellen, auch wieder eine höherklassige Mannschaft als zuletzt zu trainieren. Letztlich geht es mir aber einfach darum, dass ein Verein eine Struktur hat und langfristig etwas aufbauen will.“ Großklaus spielte in der Jugend unter anderem auch für den FC Basel, ehe es ihn nach Liechtenstein zum FC Vaduz zog, wo er in der Super League, der ersten Schweizer Liga, zum Einsatz kam.

Auch beim FC Wil, den Old Boys Basel und bei der Spvgg Untermünstertal hinterließ Großklaus seine Spuren. „Mit 26 war ich zum ersten Mal Spielertrainer. Ich hatte das Glück, in meiner Profizeit, aber auch in der Jugend, unter vielen guten Trainern zu lernen. Diese Erfahrungen versuche ich dann natürlich auch hier im Amateurbereich bei meinen Mannschaften umzusetzen.“

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