Fußball Hauingen setzt neue Maßstäbe

Fabian Schreiner
Ein herausragender Kreisliga A-West-Meister 2024 : FC Hauingen Foto: Grant Hubbs

Die Saison 2023/24 in der Kreisliga A-West ist in den Büchern. Hauingen thront über allem, Steinen und Lörrach-Brombach II kommen mit einem blauen Auge davon. Ein Resümee.

Der FC Hauingen hat in dieser Saison neue Maßstäbe gesetzt. 86 Punkte! von möglichen 90, 137 Treffer, nur 23 Gegentore: In allen Bereichen war die Mannschaft von Trainer Mick Fahr einsame Spitze.

Der Aufstieg war bereits seit Wochen in trockenen Tüchern. In Hauingen wird seit Jahren hervorragende Arbeit geleistet, der Bezirksliga-Aufstieg nun ist nur die logische Konsequenz. Die Niederlage in der Relegation im vergangenen Jahr gegen Murg trieb alle im Sonnen-Ortsteil noch einmal an. Das Resultat ist beeindruckend. Nun duellieren sich Hauingen und Murg in der kommenden Saison wieder in der Bezirksliga.

Hauingen hat dieQualität für die Bezirksliga

„Die Mannschaft hat definitiv die Qualität für die Bezirksliga. Wir wollen aber erst einmal die Kirche im Dorf lassen. Wir haben gesehen am Beispiel Murg, dass es nicht so leicht ist“, sagt Fahr. Murg steckte bis zum Schluss im Tabellenkeller, blies in den vergangenen Wochen aber zu einer famosen Aufholjagd und rettete sich letztlich. Hauingen verfügt über eine eingespielte Truppe auf und neben dem Platz. Ein Platz unter den ersten Sechs ist dem FCH durchaus zuzutrauen.

Eine außergewöhnliche Spielzeit möchte der SV Eichsel in den Aufstiegsspielen krönen. Die Dinkelberger treffen auf den FC Hochrhein, den Zweiten aus der Ost-Staffel. Die Wenigsten hatten Eichsel wohl zugetraut, auf solch einem konstant hohen Level eine Saison bestreiten zu können. Die Dinkelberger standen schon immer für eine Einheit, die alles auf den Platz gelassen hat. Unter Trainer Manuel Schwarz entwickelte sich die Mannschaft aber auch fußballerisch. Einen kleinen Dämpfer vor der Relegation gab es am letzten Spieltag im Duell beim TuS Efringen-Kirchen II. Eichsel hatte nach etwas mehr als einer halben Stunde bereits mit 3:0 geführt, um am Ende dennoch nicht über ein 3:3 hinauszukommen. So etwas darf in den kommenden beiden Spielen natürlich nicht passieren.

Ja, hätte der SV Weil II nur eine bessere Hinrunde gespielt, stünden jetzt möglicherweise die Blau-Weißen in der Relegation. Denn was die Landesliga-Reserve in der Rückserie auf den Platz gebracht hat, war schon allererste Sahne. 38 Punkte holten die Weiler seit März. Damit belegt der SVW II Rang zwei hinter Hauingen (43). In den ersten 15 Spielen sammelte Weil II allerdings nur 15 Punkte, stand auf Platz 13. In diesem Jahr machten die Grenzstädter, angeführt von den Trainern Sascha Samardzic und Marco Kern, große Fortschritte, sodass mit den Weilern natürlich auch in der kommenden Saison oben zu rechnen sein dürfte.

Bamlach/Rheinweilerwill in die Bezirksliga

Auch die Spvgg. Bamlach-Rheinweiler wusste in dieser Runde sportlich zu überzeugen. Einen Zähler hinter Weil II kamen die Markgräfler als Vierter ins Ziel. Coach Gabriel Iordan, der auch in der Saison 2024/25 an der Seitenlinie bei den Bamlachern stehen wird, möchte sich tabellarisch noch einmal verbessern. Sein Ziel: der Bezirksliga-Aufstieg.

Eine Saison mit Höhen und Tiefen erlebte der FSV Rheinfelden II als Sechster. Dahinter reiht sich der FC Hausen ein, der eine tolle Rückrunde gespielt hat. Auch der FC Kandern (9.) kann zufrieden sein. Frühzeitig hatte der Aufsteiger um Spielertrainer Tim Großklaus den Ligaerhalt gefeiert. Hinter den Erwartungen blieb der SV Schopfheim (8.). Nach dem Trainerwechsel in der Winterpause - Angelo Cascio übernahm - und einigen Neuzugängen hätte man mehr erwarten können. Nichtsdestotrotz dürfte man Schopfheim in der neuen Saison oben erwarten. Der SVS hat viele junge, talentierte Spieler in seinen Reihen. Hinzu kommt jetzt noch Sergio Cammarano, der sicherlich für ein paar Tore gut sein wird (wir berichteten).

Obwohl der TuS Efringen-Kirchen II als Tabellenzehnter für einen Aufsteiger eine ordentliche Spielzeit hinter sich hat, geht es nach nur einem Jahr wieder zurück in die Kreisliga B. Die Mannschaft des scheidenden Trainers Thomas Seliger, dem ein erfolgreicher Abschied nicht vergönnt war, muss zwangsabsteigen. Denn die erste Mannschaft hat den Klassenerhalt in der Bezirksliga nicht geschafft.

FVLB kommt mit einemblauen Auge davon

Mit einem blauen Auge kamen gerade noch so der FV Lörrach-Brombach II und der FC Steinen-Höllstein davon. Bis zuletzt steckte das Duo im Abstiegskampf. Am letzten Spieltag hätte es auch anders ausgehen können und Lörrach-Brombach II oder Steinen müssten noch bangen. So heißt es nun: „Mund abputzen und weitermachen!“ Frischer Wind kommt zur neuen Saison in Steinen rein. Burak Asik coacht den einstigen Oberligisten künftig. Bekommt der ehemalige Schopfheimer und Schönauer eine Mannschaft um Paolo Disanto gebaut, wird Steinen eine gute Rolle einnehmen. Der FVLB II ist und bleibt eine Wundertüte. Wie stark die Meier-Elf sein wird, hängt natürlich auch von der „Ersten“ ab, die sich nach dem Abstieg erst einmal neu aufstellen muss.

Nicht mehr zittern muss der TuS Maulburg (wir berichteten). Davon abgesehen hat der Aufsteiger eine gute Runde gespielt. Mit Spielertrainer Vedat Erdogan hat der TuS auch einen absoluten Ausnahmekönner in den eigenen Reihen.

Der TuS Kleines Wiesental und Todtnau müssen in den sauren Abstiegsapfel beißen. Während die Kleinwiesentäler viel zu selten komplett waren und damit auch kaum ihre Qualität auf den Platz bringen konnten, hatte sich der Abstieg der Todtnauer schon länger angedeutet. Mit Lörrach-Stetten II und Todtmoos stehen zwei der drei Aufsteiger in die West-Staffel fest. Offen ist, wer das Rennen in den Aufstiegsspielen zwischen Tumringen und Fahrnau macht.

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