Fußball „Ich weiß, dass es eine harte Zeit wird“

Der Denker und Lenker im Innsbrucker Mittelfeld, Fabio Viteritti, fällt mit Kreuzbandriss lange aus. Foto: zVg

Von Mirko Bähr

Innsbruck/Weil. Es ist wohl eine der schlimmsten Verletzungen, die sich ein Sportler zuziehen kann: Der Riss des Kreuzbandes. Viele Monate ist man weg vom Fenster. Nach der Operation folgt eine mehrmonatige Reha. Nun hat es Fabio Viteritti, den Weiler in Diensten des FC Wacker Innsbruck, erwischt. Wieder. Der 28-Mittelfeldstratege des ambitionierten Zweitligisten weiß genau, was nun auf ihn zukommt.

„Im Zweikampf habe ich mir das Knie verdreht und wusste sofort, dass es ein Kreuzbandriss ist“, sagt Viteritti. Am Freitagabend im Ligaspiel des österreichischen Traditionsvereins beim FC Liefering ist es passiert. Sein Gegenspieler und er gingen kompromisslos zu Werke, wie man eben in einen Zweikampf geht. Doch plötzlich knickte Viteritti weg, er schrie auf vor Schmerzen. „Das tut uns richtig weh“, meinte sein Coach Daniel Bierofka nach der Begegnung, die übrigens 2:2 endete.

Die Diagnose folgte am vergangenen Wochenende. Wie sein Verein bestätigte, hat sich Viteritti einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie zugezogen. „Vor sieben Jahren hatte ich einen im anderen Knie. Es war eine harte Zeit, aber ich konnte auch sehr viel dazu lernen“, erklärt der Friedlinger, der damals beim 1. FC Magdeburg aktiv war und in Lörrach die Reha absolvierte.

Das Wichtigste sei nun erst einmal gewesen, dass er von einem „super Arzt“ operiert worden sei, der auch schon Spieler von Juventus Turin und Bayern München medizinisch betreut hat. „Jetzt will ich so schnell wie möglich die Krücken los werden und mit dem Reha-Training beginnen“, nennt der Mittelfeldmann schon seine ersten Ziele.

Rund sechs Monate wird Viteritti nun nicht mehr auf dem grünen Rasen stehen können und seinen Verein in Richtung österreichische Bundesliga dirigieren. Wacker liegt nach acht Runden auf Platz drei und damit aussichtsreich im Rennen. „Ich weiß, dass es eine harte Zeit wird. Aber ich habe Leute um mich herum, die mich unterstützen und mir durch diese schwere Zeit helfen“, sagt der leidgeplagte Fußballprofi.

Erst Ende der vergangenen Runde war er mit einer Knieverletzung mehrere Wochen ausgefallen, stieg erst in der Vorbereitung wieder um, sich wieder einen Stammplatz in Tirol zu ergattern.

„Leider gehört so etwas zum Fußballgeschäft dazu. Manche trifft es nie, manche dafür gleich mehrmals. Nach meinem letzten Kreuzbandriss bin ich besser zurückgekommen, und das wird wieder mein Ziel sein“, macht Viteritti deutlich. Aufgeben kommt für ihn nicht infrage. „Ich komme wieder“, lässt der Publikumsliebling auf Facebook wissen. Und Genesungswünsche folgen – und zwar von Fans aus Innsbruck, aber auch aus Magdeburg, Cottbus und Zwickau. Auch dort hatte sich der Weiler in die Fanherzen gespielt und von Rückschlägen nicht aufhalten lassen.

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