Fußball Im Verbandspokal geht es dann wirklich um etwas

Daniel Hengst

Im Nonnenholz unterliegt der SV Weil dem klassenhöheren FC Teningen klar mit 3:0 (2:0).

Findet das Spiel statt – oder nicht? Diese Frage stellten sich die Verantwortlichen beider Vereine nicht wegen den Wetterbedingungen, sondern weil beide Teams in der ersten Runde des Verbandspokals aufeinandertreffen. „Beide Seiten haben sich entschieden, dass wir dennoch unser Vorbereitungsspiel bestreiten wollen“, sagte Perseus Knab. Für die Weiler war es ohnehin das erste Spiel für die Vorbereitung auf die neue Saison. „Da ist es wichtig, dass alle zum Zug kommen“, erklärt der sportliche Leiter.

Beim Landesligisten fehlten, wie Knab berichtete, einige Spieler, da diese im Urlaub sind, wie beispielsweise David Groß und Marvin Stöhr, sowie andere, da diese angeschlagen sind und sich ganz auskurieren sollen. Entsprechend war es für alle Akteure wichtig, Spielpraxis zu sammeln.

Der Verbandsligist aus Teningen übernahm von Beginn an das Spiel. Fabian Niederprüm, der Trainer der Gäste, konnte einen zufriedenen Gesichtsausdruck aufsetzen. Zum Ende der Anfangsphase konnte er sogar jubeln: Die Weiler leisteten sich im Spielaufbau einen unnötigen Fehler. Der Verbandsligist reagierte blitzschnell und leitete den Konter ein, der im 16-Meter abgeschlossen wurde und zum 1:0 für die Gäste führte (15.).

SV Weil befreit sich

Für die Weiler war dies das Zeichen, konzentrierter ans Werk zu gehen. Entsprechend gelang es dem Team von Trainer Andreas Schepperle sich mehr und mehr zu befreien. Die Gastgeber konnten nun ihrerseits die erste Chance vor dem Tor der Teninger erarbeiten, allerdings wurde diese nicht genutzt. Wie effektiv gespielt wird, zeigten die kaltschnäuzig agierenden Gäste. Im Mittelfeld wurde der Ball erobert, und der schnelle Konter über außen führte zum 2:0 (25.). Ärgerlich für die Weiler, die gerade im Aufwind waren.

Zeit für die Pause war es zwar noch nicht, dennoch wurde die Begegnung aufgrund des Starkregens und des aufziehenden Gewitters für rund 15 Minuten unterbrochen. Nach der Wiederaufnahme des Spiels gab es allerdings nichts zählbares, und so wurden beim Stand von 0:2 die Seiten gewechselt.

In der zweiten Halbzeit nutzten beide Seiten die Möglichkeit ihre Wechsel voll auszuschöpfen. Ein Ballverlust auf der linken Seite brachte den Gästen das 3:0 (75.) ein. Schnell geschaltet, über außen gespielt und dann mit einer Einzelleistung ins kurze Eck, so fiel der dritte Treffer.

Verwertung der Chancen nicht gut genug

„Wir haben unsere Chancen nicht genutzt“, sagte Knab bilanzierend. Dass alle Treffer nach eigenen Fehlern gefallen sind, wird in der Vorbereitung sicher ein Ansatzpunkt sein. „Wir wollen wieder unter die ersten fünf Teams“, erklärte Knab. Dies sei realistisch, da sich die Eigengewächse gut entwickeln würden. Die eigene Jugend einzubinden, daran werde festgehalten, so Knab.

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