Fußball In ruhige Fahrwasser lotsen

Thorsten Meier (rechts), hier kämpft er als Spieler der Dritten zu Saisonbeginn um den Ball, will beim FV Lörrach-Brombach II nun Ruhe reinbringen. Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Nach der chaotischen Vorwoche mit dem Rücktritt von Trainer Steffen Schramm soll es beim FV Lörrach-Brombach II nun wieder etwas ruhiger zugehen. Thorsten Meier hält ab sofort das Zepter der Verbandsliga-Reserve in der Hand und trifft gleich in seinem ersten Heimspiel am Sonntag, 15 Uhr, als Cheftrainer auf seinen ehemaligen Verein SV Herten.

Von Fabian Schreiner

Lörrach. Hinter Thorsten Meier liegen ein paar anstrengende Tage. Nach dem Rücktritt von Steffen Schramm ging es zunächst darum, eine Mannschaft für die Auswärtspartie in Buch zusammenzustellen. „Und das war gar nicht so einfach. In der Whats-App-Gruppe kam eine Absage nach der anderen“, berichtet Meier.

„Doch die Jungs, die in Buch dabei waren, haben es geschafft, den Fokus auf das Spiel zu legen. Das war schon stark.“ Mit Schramm haben auch Eugen Suppes, Erwin Suppes und Nico Viola der „Zweiten“ den Rücken gekehrt. „Wir haben jetzt noch 18 Spieler im Kader“, gibt Meier kund. Mit dem Trio will Meier in absehbarer Zeit noch ein Gespräch führen. „Vielleicht kommen sie ja wieder.“

Für Meier selbst war sofort klar, dass er den Trainerposten übernehmen würde. „Ich will den Weg hier weitergehen, auch wenn es im Moment nicht ganz so einfach ist. Ich hatte damals beim FV Brombach zwei schöne Jahre als Jugendtrainer und Spieler. Das hat riesigen Spaß gemacht.“ Meier coachte vor seinem Engagement im Grütt knapp zwei Jahre bis Ende Mai den TuS Binzen. Zuvor war er für den SV Herten und den SV Eichsel verantwortlich. Einen Assistenten hat Meier noch nicht. Denn auch Co-Trainer Ronny Leonhardt hat den Verein verlassen. Doch Sportchef Tobias Jehle unterstützt ihn, wo er nur kann. Pierre Lambelet, der in diesem Sommer ins Grütt wechselte, aktuell aber noch verletzt ist, hilft Meier an den Spieltagen.

Nun soll der Blick aber nach vorne gerichtet werden. Meier kann gegen den SV Herten wohl wieder auf Stürmer Laurenz Hiller zurückgreifen, der in Buch wegen Knieproblemen noch fehlte. Ausfallen werden allerdings Kilian Seng und Jonas Wölfle.

Beim SV Herten läuft es nach Startschwierigkeiten besser. Aus den vergangenen drei Heimspielen sammelten die Schützlinge von Trainer Musa Musliu sieben Zähler.

Vier Auswärtsspiele in Folge für den SVH

„Die Stimmung wird immer besser“, lässt Musliu wissen. Jetzt stehen aber erst einmal vier Auswärtsspiele in Serie an. „Das wird anstrengend“, glaubt der Übungsleiter, der neben den Langzeitverletzten noch auf die gesperrten Marco Romano und Ciro Di Feo verzichten muss. Gut möglich, dass Musliu dem selben Personal vertraut, das am vergangenen Wochenende mit 3:1 gegen den SV Jestetten gewonnen hat. Da gab Neuzugang Jens Murawski in der Innenverteidigung neben Nick Henke eine gute Figur ab. Nach anfänglichen Anpassungsproblemen scheint sich der 23-Jährige nun gefangen zu haben.

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