Fußball Kein Gegentor, ein Zähler

Augen zu und durch: Benedikt Nickel (l.) und der FV Lörrach-Brombach machen Mario Müller & Co. das Leben schwer. Foto: Hubbs

Die starke Offensiv-Leistung des Heimspiels gegen den FC Astoria Walldorf II hat der FV Lörrach-Brombach beim Gastspiel in Neckarsulm nicht wiederholen können. Und dennoch: Mit Zählbarem ging es zurück auf die Heimreise. Weil eben hinten die Null stand, durfte sich der mit Mann und Maus verteidigende Gast über einen Punktgewinn freuen.

Von Mirko Bähr

Neckarsulm. Es war ein intensives Spiel, dass die Zuschauer sahen. Viel Kampf und Krampf statt technischer Höhepunkte und Torraumszenen zuhauf. Gerade nach der Halbzeit war das so. Denn während des Pausentees wurde FVLB-Coach Erkan Aktas klar, dass man mit einer offensiveren Ausrichtung im Norden Baden-Württembergs nichts holen würde. Aktas stellte um, ließ Beton anrühren. Und so wartete der FVLB erst einmal in der eigenen Hälfte ab, stand äußerst kompakt, agierte gegen den Ball kompromisslos und zog Neckarsulm so den Zahn. So war das Endergebnis quasi die logische Konsequenz.

Erstmals ohne Gegentreffer geblieben

Zum ersten Mal ist der FVLB nach dem Aufstieg in die Oberliga ohne Gegentreffer geblieben. Die Lerchenstädter standen stabil, genehmigten der Sport-Union kaum Freiräume und zudem nur wenig Möglichkeiten. Die größte vergab der Gastgeber gut zehn Minuten vor dem Ende. Ein Schuss zischte knapp über Dominik Lüchingers Gehäuse.

Während die FVLB-Defensive also vor allem nach der Pause eine tadellose Leistung ablieferte, kränkelte es im Spiel nach vorn. Es fehlte diesmal die Durchschlagskraft. Vor allem aber war es eine Frage der körperlichen Frische. „Wir haben wohl am Mittwoch beim 4:1 einiges an Kraft liegen gelassen“, meinte Trainer Erkan Aktas nach dem Schlusspfiff. Das zeigte sich auch bei den vielen sogenannten zweiten Bällen, die sich überwiegend die Neckarsulmer schnappten.

Gegen einen spielerisch starken Gastgeber, der auch die nötige Routine und Ruhe ausstrahlte, wäre dem FVLB beinahe sogar noch der „Lucky Punch“ gelungen. Tarek Aliane hatte in der 88. Minute die größte Chance der Partie, als er aus gut elf Metern den Ball über die Latte jagte. Es wäre wohl des Guten zu viel gewesen. „Es war ein typisches 0:0-Spiel. Es war irgendwie klar, dass, wer das 1:0 macht, am Ende auch den Sieg davonträgt“, erklärte Aktas.

Der Punkt war aufgrund der starken kämpferischen Leistung sicherlich verdient. Jeder FVLB-Akteur haute sich einmal mehr mächtig rein. Allerdings war Neckarsulm das bessere Team. „Sie hatten Übergewicht“, konstatierte Aktas.

Trotz eher mäßiger Leistung gepunktet

Und immer deutlicher wird, dass eine lange Busfahrt, wie sie in dieser Spielklasse nun einmal immer wieder vorkommt, ein klarer Nachteil für das Auswärtsteam darstellt. Diesmal waren es gut vier Stunden, die die FVLB-Kicker in den Knochen hatten.

„Wir haben nicht auf dem Niveau gespielt, wie wir uns das vorgestellt haben. Und trotzdem haben wir auswärts gegen einen Gegner, der nun schon elf Punkte hat, einen Zähler geholt“, war Aktas mit sich und der Welt im Reinen.

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