Fußball Kein Sieger im Abstiegskracher

Fabian Schreiner
Robuster Zweikampf zwischem dem Weiler Sören Gutjahr (oben) und Guido Perrone. Foto: Grant Hubbs

Nach der Niederlage des FSV Rheinfelden II können die Sportfreunde aus Schliengen drei Spieltage vor Schluss für die Relegation planen. Keinen Sieger gab es im Abstiegskracher in Huttingen. Schlusslicht SV Liel-Niedereggenen braucht nach der klaren Pleite ein kleines Fußball-Wunder.

Von Fabian Schreiner

Lörrach. Nun ist klar: Die Sportfreunde aus Schliengen spielen in der Relegation gegen den Zweiten aus der Ost-Staffel um den Aufstieg in die Bezirksliga. Da der FSV Rheinfelden II am Sonntagnachmittag dem FC Hauingen mit 1:3 unterlag, ist den Schliengenern drei Spiele vor Schluss der zweite Platz nicht mehr zu nehmen. Damit herrschen nach dem Aufstieg des TuS Binzen an der Spitze klare Verhältnisse.

Die Hauinger schielen nach dem Sieg in Rheinfelden nun auf den dritten Platz. Ein gelungenes Wiedersehen feierte Alex Contorno. Der 24-Jährige spielte bis 2019 für den FSV, musste aufgrund einer Verletzung aber lange pausieren. Am Sonntag schlüpfte er zum zweiten Mal in das Trikot der Hauinger, die mit ihm eigentlich erst für die neue Saison geplant hatten. „Da er aber mehr als zwei Jahre nicht mehr gespielt hat, war er für uns sofort spielberechtigt“, erklärt Trainer Mick Fahr. In der letzten Minute traf der Offensivmann, der in der Jugend auch für den FV Lörrach-Brombach auflief, zum 3:1-Endstand.

Im Abstiegskracher zwischen dem FC Huttingen und dem FV Degerfelden gab es keinen Sieger. Die Partie endete 2:2. Damit haben die Huttinger den 14. Tabellenplatz verteidigt. Degerfelden kann mit einem Sieg am Mittwoch im Nachholspiel gegen den SV Eichsel aber punktemäßig gleichziehen.

Fabian Kuttler brachte die Rebländer kurz vor der Halbzeit in Führung. Die Gäste drehten die Begegnung Mitte der zweiten Hälfte binnen vier Minuten dank der Treffer von Dominik Winterberg und David Handke. Für Winterberg war es erst der zweite Einsatz seit Ende August. Zum Sieg reichte es dennoch nicht. Matthias Kurzela glich nach 77 Minuten aus.

Derweil wird sich Degerfeldens Sportlicher Leiter Thomas Laleike zum 31. Juli „aus persönlichen und beruflichen Gründen“ von seinen Aufgaben beim FVD zurückziehen. Als Mitglied bleibt er Degerfelden aber zumindest erhalten. Laleike übernahm 2019 die sportliche Leitung beim A-Ligisten.

Schlusslicht SV Liel-Niedereggenen musste sich zuhause deutlich mit 1:5 gegen den FC Wittlingen II geschlagen geben. „Die Wittlinger waren einfach abgezockter und cleverer als wir in den entscheidenden Momenten“, hadert Liels Trainer Chris Dunke, der wegen des Pokalspiels des SC Freiburg im Berliner Olympiastadion auf einige Spieler verzichten musste, die den weiten Weg in die Hauptstadt mitantraten. Für diese Jungs zeigt Dunke Verständnis: „Wir haben bei uns einige Fans der Freiburger und man weiß ja nicht, wann der Sport-Club das nächste Mal im Endspiel steht.“

Drei Spiele stehen noch auf dem Programm. Die Lieler haben fünfte Punkte Rückstand auf den 14. Rang. Der Klassenerhalt rückt für die Dunke-Elf langsam aber sicher in weite Ferne.

Den sicheren Ligaverbleib hat der SV Eichsel im Heimspiel gegen den SV Schopfheim beim 2:3 verpasst. Angesichts von sieben Punkten Vorsprung auf die Huttinger sollte den Dinkelbergern aber nichts mehr passieren. Der SVS feierte nach drei Niederlagen in Serie mal wieder einen „Dreier“. „Das war ein verdienter Sieg, auch wenn wir es uns durch eigenes Verschulden sehr schwer gemacht haben“, bilanziert Schopfheims Trainer Uwe Krähling. „Wir waren mit nur zwölf Mann auf der letzten Rille unterwegs. Deshalb können wir zufrieden sein.“ Matchwinner war einmal mehr Sergio Cammarano mit zwei späten Treffern. Für Cammarano, den es im Sommer zum SV Weil zieht, waren das bereits die Saisontreffer 29 und 30. Damit ist er hinter Guido Perrone der beste Torschütze der Liga. Den 26-Jährigen in der kommenden Saison zu ersetzen, wird für die Schopfheimer eine ganz schwere Aufgabe. „Wir wollen das mit dem eigenen Nachwuchs und als Kollektiv lösen. Die Welt dreht sich in Schopfheim auch ohne Sergio weiter“, macht Krähling deutlich.

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