Fußball Kursänderung beim TuS nötig

Fabian Schreiner
Faik Zikolli legte kurzfristig sein Amt als Cheftrainer des TuS Lörrach-Stetten nieder. Foto: Michael Hundt

Faik Zikolli sollte den TuS Lörrach-Stetten auch in der kommenden Saison in der Kreisliga A-West coachen. Bei einem Treffen mit dem sportlichen Vorstand um die Sportchefs Sascha Müller und Franco Viteritti kam dann aber der Impuls von Zikolli, seine Zusage für die kommende Saison zurückzunehmen.

Von Fabian Schreiner

Lörrach. „Faik ist der Meinung, die Mannschaft nicht weiter voranbringen zu können. Wir wollten den Kader stark verjüngen, das ist uns leider nicht gelungen“, erklärt Viteritti. „Das zeigt Faiks einwandfreien Charakter und seine Einstellung zum Sport. So etwas ist leider zur Seltenheit geworden“, zollt Müller Zikolli Respekt. Zikolli hatte die Stettener nach einer einjährigen Trainerpause im vergangenen Jahr übernommen. Sein Nachfolger wird nun Müller. Der 42-Jährige fungierte bereits über mehrere Spielzeiten als Trainer der ersten TuS-Mannschaft, zuletzt 2019/2020. In der Vorstandschaft wird Müller dagegen etwas kürzertreten. „Es ist ja nicht ganz einfach, in der Kürze der Zeit einen neuen Trainer zu finden. Franco und ich sind daher der Meinung gewesen, dass es die beste Entscheidung ist, wenn ich wieder Trainer bin“, betont Müller.

Für den TuS war es einmal mehr eine enttäuschende Spielzeit. In der Liga reichte es am Ende nur für den siebten Tabellenplatz. Immerhin: Im Bezirkspokal zog Lörrach-Stetten ins Finale ein, hatte dort aber gegen Bezirksligist FC Tiengen beim 1:8 deutlich das Nachsehen. „Die Gründe für diese Saison kennen wir. Das bleibt aber intern“, sagt Müller. Besonders die Neuzugänge lieferten nicht ab. Mit dem einen oder anderen trennten sich die Wege bereits wieder in der Hinrunde. „Bis auf Sören Pfeiler und Romano Berger, die ich komplett aus der Kritik herausnehmen möchte, haben alle Spieler nicht die Erwartungen erfüllen können“, macht Müller deutlich. „Franco und ich waren für die Kaderzusammenstellung verantwortlich. Somit ist doch klar, dass wir da auch unseren Teil dazu beigetragen haben.“

Vor sieben Jahren spielte der TuS zuletzt in der Bezirksliga. Die kommende Spielzeit wird bereits die achte in Serie in der Kreisliga A. Für einen Verein wie den TuS Lörrach-Stetten ist das schlicht nicht zufriedenstellend. „Wir kommen irgendwie nicht vom Fleck. Deshalb wollen wir nun auch den Kurs ändern“, betont Müller. „Der Spaß und die mannschaftliche Geschlossenheit sollen in Zukunft im Vordergrund stehen. Am Ende des Tages schauen wir dann, was dabei rauskommt, ohne uns ein festes tabellarisches Ziel zu setzen.“ Bereits in der vergangenen Spielzeit legte Zikolli viel Wert auf eine Verjüngung des Kaders.

Der 42-Jährige setzte immer wieder junge, talentierte Spieler ein. Dieser Prozess soll künftig fortgesetzt werden. „Das geht aber nicht innerhalb eines Jahres“, weiß Müller. „Wir sind immer auf der Suche nach jungen, hungrigen Spielern. Diese müssen aber auch zu uns passen. Ganz so einfach ist es also nicht. Die Konkurrenz, speziell in unserem Raum, ist sehr groß.“

In der Sommerpause wird es noch ein paar Veränderungen im TuS-Kader geben. So viel steht fest. „Mit dem einen oder anderen Spieler sind wir noch in Kontakt, fix ist aber noch nichts. Zudem werden uns noch ein, zwei Spieler verlassen. Das ist okay.“

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