Fußball Lüchinger hat Handschuhe vorn

Durchgesetzt: Dominik Lüchinger geht als Nummer eins des FV Lörrach-Brombach in den weiteren Saisonverlauf. Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Die Würfel sind gefallen: Dominik Lüchinger ist die Nummer eins im Kasten des FV Lörrach-Brombach. Der Trainerstab des Verbandsligisten hat viele verschiedene Kriterien dieser schweren Entscheidung zugrunde gelegt. Am Ende hatte der 22-Jährige dann die Nase vorn.

Von Mirko Bähr

Lörrach. Am Mittwochabend wurden Lüchinger und Marc Philipp, die sich in den ersten vier Saisonpartien jeweils in zwei Begegnungen präsentieren durften, vor dem Training informiert.

Drei Bausteine wurden beleuchtet und gaben am Ende den Ausschlag. Die beiden Assistenten mit Goalie-Vergangenheit, Sven Goronzi und Thomas Wasmer, hatten dafür extra eine Matrix erstellt. Neben den fußballerischen Fähigkeiten wurden die tortwartspezifischen Techniken und die Kommunikation genauer unter die Lupe genommen. Während Letzteres bei beiden noch ausbaufähig sei, habe Philipp bei den torwartspezifischen Anforderungen leichte Vorteile gehabt. Den Ausschlag für Lüchinger gab dann jedoch der Blick auf die fußballerischen Fähigkeiten.

Hier war Lüchinger, so die Meinung der Trainer, seinem Kontrahenten deutlich voraus. „Für uns sind die spielerischen Lösungen ein sehr wichtiger Punkt. Der Torwart beeinflusst den Aufbau mit seiner Passtechnik und seinem Spielverständnis“, macht Cheftrainer Erkan Aktas klar.

Wichtig sei ihm gewesen, dass man eine „umfangreiche Bewertung“ vorgenommen habe, mit der auch die Keeper etwas anfangen könnten. „Und wir können auch Marc klar aufzeigen, was ausschlaggebend war“, sagt Aktas. Einerseits bedeutet diese Entscheidung für Lüchinger nun, dass er erst einmal die Stammposition inne hat und er auch das Vertrauen genießt, wenn es nicht so rund läuft. Andererseits macht Aktas aber auch deutlich, dass es dabei um einen „nachhaltigen Leistungsnachweis“ geht. „Kein Spieler im Kader hat einen Freifahrtschein.“

In der Fremde mal wieder gewinnen

Lüchinger wird also auswärts beim FC Waldkirch am Samstag, 15 Uhr, das Tor hüten. „Es wird Zeit, dass wir in der Fremde mal wieder gewinnen“, findet Aktas. Über das späte, aber verdiente 1:1 im Derby in Auggen sei man glücklich gewesen, mit der Punkteteilung in Donaueschingen aber nicht. „Da haben wir zu wenig Chancen entwickelt, da hat es im Spielaufbau nicht gepasst. Wenn es nicht so läuft, dann muss man aber eben auch mal einen dreckigen Sieg einfahren“, so Aktas. Und der sei drin gewesen. Stichwort: Elfmeter. „Nun gilt es, den Willen zu zeigen, um die drei Zähler einzufahren.“

Beeinflussen die Querelen im Verein rund um die beiden Reserveteams die Vorbereitung auf diese Partie? „Sicher bekommen wir das mit, wir sind uns auch bewusst, dass da Unruhe herrscht. Aber Auswirkung auf die Stimmung innerhalb des Teams oder unser Spiel hat das nicht“, macht Aktas klar. Dass er sich aber Gedanken um den Unterbau der ersten Mannschaft mache und man sich damit auch im Trainerstab beschäftige und die einen oder anderen Inputs gebe, sei jedoch auch klar.

Personell kann Aktas in Waldkirch so gut wie aus dem Vollen schöpfen. Und Luigi Squillace befindet sich nach seiner Bänderverletzung auch wieder im Aufbautraining.

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