Fußball Meister baut auf die Jugend

Schliengen - Die Würfel sind gefallen in der Kreisliga B, Staffel 1: Die Sportfreunde Schliengen, die bereits am vorletzten Spieltag als Meister feststanden, werden künftig in der Kreisliga A-West gegen das runde Leder treten.

Vor viereinhalb Jahren stiegen die SF Schliengen in die Kreisliga C ab. Der Tiefpunkt der einstigen Fußball-Hochburg im Rebland war erreicht. Dann übernahm Alex Schöpflin das Trainerzepter und setzte angesichts einer guten Nachwuchsarbeit voll auf die eigene Jugend.

Ein Schritt, der sich lohnte. Es folgten zwei Aufstiege. Nun wollen sich die Schliengener in der Kreisliga A-West etablieren. „Der goldene A-Jugend-Jahrgang aus der Saison 2014/15 bildet heute das Gerüst der Meistermannschaft“, informierte Gerrit Höfeler, der Sportliche Leiter. Das Beispiel Schliengen zeigt, dass man mit einer fundierten Nachwuchsarbeit auch im Aktivbereich weit kommen kann. Das gilt auch für den TuS Binzen, der auf der Zielgeraden den Schliengenern beugen musste. Meister Schliengen stellte mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren das jüngste Team in der B1.

Die Schliengener sind ein würdiger Meister. Sie gewannen in der Rückrunde zwölf von 13 Partien, verloren nur beim TuS Efringen-Kirchen II. Nun kehren die Rebländer nach zehnjähriger Abstinenz wieder in die Kreisliga A zurück. „Dort streben wir als Aufsteiger einen sicheren Mittelfeldplatz an“, betonte Höveler.

Schliengen hat seine Hausaufgaben für die Kreisliga A-West bereits gemacht. Mit David Held vom Verbandsligisten FC Auggen und Sebastian Meier vom A-Kreisligisten SV Liel/Niedereggenen hat sich Schliengen prominent verstärkt. Held wird zudem als Co-Trainer fungieren. „Ich bin jetzt 30 Jahre alt und will etwas kürzer treten. Da war der Wechsel zum SF Schliengen die richtige Entscheidung. Was der Verein geleistet hat, imponiert mir. Nun will ich als Spieler aber auch als rechte Hand von Trainer Alex Schöpflin in Kreisliga A meinen Beitrag leisten“, freute sich Held auf seine neue sportliche Aufgabe. Mit Manuel Krause und Jan Wölfle verstärken zudem zwei Nachwuchsspieler den Kader.

Platz zwei geht an den TuS Binzen, der gestern die letzte Saisonpartie beim SV Inzlingen mit 4:1 gewann und den Zwei-Punkte-Vorsprung auf den Dritten TuS Efringen-Kirchen II wahrte. Da nutzte der Bezirksliga-Reserve auch ein 5:0-Erfolg beim FC Kandern nichts mehr.

Der TuS Binzen muss nachsitzen. In der Aufstiegsrelegation treffen die Binzener auf den FV Fahrnau, der in der Kreisliga B 2 gegen den Meister SV Eichsel den Kürzeren zog. „Das wird extrem schwer. Die Fahrnauer haben Spieler in ihren Reihen, die schon über Bezirksliga-Erfahrung verfügen“, merkte TuS-Vorsitzender Volker Scherer an. Keine Frage: Binzen muss sich in diesen beiden Aufstiegsspielen deutlich steigern, wenn sie eine Chance haben wollen.

In den sauren Apfel des Abstiegs beißen müssen Schlusslicht Bosporus FC Friedlingen II nach einer 3:6-Heimschlappe gegen den FC Wittlingen II und der FC Huttingen II, der beim Meister mit 1:4 den Kürzeren zog. Gerettet ist trotz der 1:4-Niederlage gegen den TuS Binzen der Drittletzte SV Inzlingen.

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