Fußball Mislimovic trifft vom Mittelkreis

Fabian Schreiner
Humorlos versenkt Moritz Keller den Elfmeter. Foto: Grant Hubbs

Fünf Partien sind zum Start ins Fußball-Jahr 2024 in der Kreisliga A-West ausgetragen worden. Viermal jubelte dabei das Heimteam, einzig der FC Steinen-Höllstein war auswärts erfolgreich.

Standesgemäß mit einem 5:1-Heimsieg über Schlusslicht SV Karsau ist der FC Hauingen in die Rückrunde gestartet.

„Wir hätten durchaus noch mehr Tore erzielen können. Da haben wir uns manchmal das Leben zu kompliziert gemacht“, sagt FCH-Coach Mick Fahr. Aussichtsreiche Gelegenheiten ließen Moritz und Tobias Keller sowie Fabio Kammerer aus.

Der 15. „Dreier“ im16. Saisonspiel

Für die Hauinger war dieser Sieg bereits der 15. „Dreier“ im 16. Saisonspiel. Damit hat der Primus den Vorsprung auf Verfolger SV Eichsel erst einmal auf zehn Punkte ausbauen können. Die Eichsler steigen erst am kommenden Wochenende in den Spielbetrieb wieder ein. Auf Hauinger Seite trafen am Samstagnachmittag gleich alle drei Keller-Brüder. Moritz zweimal, Max und Tobias einmal. Für den Schlusspunkt sorgte Janis Mikulcic. Zwischendurch hatte Tim Brugger für Karsau auf 1:3 verkürzt. Viel mehr war für die Dinkelberger allerdings auch nicht drin. Die Elf von Roberto Florio muss ihre Punkte woanders holen - etwa am kommenden Spieltag, wenn es zum Kellerduell mit dem SV Todtnau kommt.

Große Freude bereitete der FSV Rheinfelden II Trainer Sascha Rueb am Sonntagnachmittag. Die Landesliga-Reserve fertigte den SV Weil II mit 8:2 auf heimischem Geläuf ab. Die Rheinfelder hatten allerdings auch namhafte Unterstützung dabei. Aus der ersten Mannschaft waren unter anderem Almin Mislimovic und Antonio Fischer mit von der Partie. Mislimovic, der selbst jahrelang für Weil gespielt hat, erzielte gegen seinen ehemaligen Klub einen Doppelpack. Bei seinem zweiten Treffer zum 7:2 zeigte der 30-Jährige seine ganze Klasse, in dem er den Ball vom Mittelkreis ins Weiler Gehäuse versenkte. Keeper Tim Rusch stand dabei zu weit vor seinem Tor.

„In der Höhe hat mich der Erfolg dann doch auch überrascht“, gesteht Rueb. „Die Jungs von der ersten Mannschaft hatten teilweise noch 90 Minuten in den Knochen. Insgesamt war es natürlich ein klasse Spiel von uns.“

Karriereendenaht für Rueb

Rueb, inzwischen 36 Jahre alt, befindet sich nach wie vor auf seinem Weg zum Comeback. Der Routinier hatte sich zum Ende der vergangenen Saison das Kreuzband gerissen. Im Training macht er zumindest schon wieder das Aufwärmen mit. „Es wäre schon schön, wenn ich in dieser Saison noch so etwas wie ein letztes Spiel machen könnte.“ „Stand jetzt“, so Rueb, „hänge ich meine Kickschuhe im Sommer dann auch an den Nagel. Es reicht ja dann auch irgendwann.“ Ein Hintertürchen lässt er sich aber noch offen: „Man weiß ja nie.“

Das feine Händchendes Daniel Schulz

Da bewies Steinens Trainer Daniel Schulz aber mal ein feines Händchen, als er Jose Navarro Barea in der Pause beim Auswärtsspiel in Hausen ins Spiel brachte. Der Spanier war mit seinen zwei Treffern binnen sechs Minuten nämlich der Matchwinner beim 2:0-Sieg. Während sich Steinen-Höllstein damit kleine Restchancen auf Platz zwei aufrecht erhält, geht der Blick für Hausen nach unten. Einen Punkt haben die Wiesentäler nur mehr auf dem Konto als Weil II, der auf dem Abstiegsrelegationsplatz liegt.

„Es ist natürlich sehr enttäuschend, mit einer Niederlage in das Jahr zu starten. Aber so ist eben Fußball. Aufgrund der zweiten Hälfte geht das Ergebnis auch in Ordnung. Da hat uns die Kraft gefehlt. Das ist auf die durchwachsene Vorbereitung zurückzuführen“, resümiert Hausens Trainer Michael Brunner. Vor allem im Offensivspiel zeigten sich seine Jungs einmal mehr zu harmlos. „Die Chancenverwertung bleibt ein Thema bei uns.“ Brunner: „Im Moment wäre es auch Wahnsinn, von anderen Zielen als dem Klassenerhalt zu sprechen“. Den Rückstand auf Eichsel (sieben Punkte) hat außerdem Wallbach dank des 4:1-Siegs gegen den TuS Efringen-Kirchen II verkürzt. Vielleicht geht da für Wallbach nach vorne noch etwas.

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