Fußball Mit leeren Händen

Die FVLB-Spieler Leon Riede, Kevin Meier und Marc Philipp (von links), alle FV Lörrach-Brombach) sind bedient. Foto: Die Oberbadische

Lörrach - Das gibt es nicht: Um den FV Lörrach-Brombach macht Glücksgöttin Fortuna derzeit einen riesigen Bogen. Die Hausherren rackerten und machten dem Spitzenreiter Freiburger FC das Leben schwer. Am Ende standen sie aber mit leeren Händen da. In der Nachspielzeit schlug der Gast zu, nahm alle drei Zähler mit und verpasste den Grütt-Kickern einen weiteren Nackenschlag.

Keine Frage: Der Sieg des Top-Favoriten, der 50 Minuten in Unterzahl agieren musste und dennoch das Geschehen diktierte, geht in Ordnung. Der Aufstiegsaspirant zeigte seine spielerische Klasse, agierte ruhig und besonnen, machte sich aber das Leben selbst etwas schwer. Oder besser. Der FFC scheiterte sehr oft am starken Keeper des FVLB, Marc Philipp, ließ doch einige gute Möglichkeiten ungenutzt.

Und so durften die Hausherren lange Zeit auf dem Kunstrasen an einem Achtungserfolg schnuppern. Die Jungs um Kapitän Ben Nickel liefen und fighteten, gaben alles, offenbarten aber im Spiel nach vorne deutliche Schwächen. Da wurden die Bälle viel zu schnell wieder hergegeben, weil die Pässe zu schlampig gespielt wurden oder einfach die Laufwege nicht so recht passten.

Vorzügliches Direktspiel

Für einmal passte das Direktspiel aber vorzüglich. Kevin Meier, der wie Abwehrkollege Leon Riede eine tolle Leistung ablieferte, und David Briegel hebelten mit einem Doppelpass die FFC-Abwehr aus. Meier lief auf und davon, wollte das runde Leder über den hinausstürzenden Torwart Niklas Schindler heben, doch der Schlussmann kam irgendwie an den Ball. Eine knifflige Situation. Da er sich außerhalb des eigenen Strafraums befand und Schiri Stefan Ebe eine Handspiel in Betracht zog, musste Schindler mit Rot vom Feld.

Der FFC protestierte wie wild. „Das war doch Brust“, schimpfte der Rotsünder. Ebe blieb aber auch nach Absprache mit seinen beiden Assistenten bei seiner Meinung. Eine Fotoaufnahme unseres Fotografen Grant Hubbs unterstützte mehr seine Sichtweise, als dass er sie revidierte. Meier nahm Maß und hämmerte den fälligen Freistoß aus gut 20 Metern via linken Innenpfosten in die Maschen.

Nach der Pause wurde die Überlegenheit des FFC deutlicher. Alleine Mike Enderle hätte in der Anfangsphase dreimal treffen können. Zur Abwechslung und in Minute 60 hatte Briegel das 2:0 auf den Fuß. Sein Schuss von Rechtsaußen strich knapp am langen Pfosten vorbei.

Eine Minute später dann wendete sich das Blatt auch rein ergebnistechnisch. Elfmeter für den FFC. Roberto Billeci foulte Aslan Ulubiev völlig unnötig an der linken Strafraumgrenze. Der Gästeakteur stand mit dem Rücken zum FVLB-Tor. Enderle behielt die Nerven und schob den Strafstoß ins rechte untere Eck. Gespielt war exakt eine Stunde.

Frische Kräfte

Die Freiburger blieben am Drücker, Coach Ralf Eckert wechselte fleißig und brachte frische Kräfte. Bei den Hausherren ließ die Kraft immer mehr nach, oft konnten sie sich nur nicht mit Fouls behelfen. Und die Freistöße der Freiburger waren allesamt gefährlich. Aber die Zeit verstrich, es blieb trotz guter Möglichkeiten beim 1:1. Und als sich alle schon mit dem Remis abgefunden hatten, tauchte nach einem Fehler der Hausherren Hendrik Gehring mutterseelenalleine im Strafraum auf und versenkte die Kugel zum Last Minuten-Sieg im Kasten.

Keine Minute später war das Match beendet, während die Freiburger jubelten, schlichen die Gastgeber bedröppelt vom Feld. Wieder war ein wichtiger Punkt im Abstiegskampf flöten gegangen.

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