Fußball „Müssen in beiden Spielen punkten“

Die Oberbadische

Das hat es in der Verbandsliga schon lange nicht mehr gegeben. An diesem Wochenende geht in der südbadischen Beletage ein Doppelspieltag über die Bühne. Die beiden heimischen Klubs stehen vor durchaus anspruchsvollen Aufgaben.

Von Uli Nodler

Weil am Rhein/Auggen. Der SV Weil tritt am Samstag (Anpfiff 15.30 Uhr) beim Kehler FV an und empfängt am Montag (Feiertag, 1. November) den FC Teningen (Anstoß: 15 Uhr). Der FC Auggen steht morgen vor einer ganz hohen Hürde, ist ab 15.30 Uhr beim FC Denzlingen zu Gast. Zwei Tage später folgt dann ab 15 Uhr das Heimspiel gegen den Kehler FV.

Für Weils Trainer Andreas Schepperle und seine Jungs ist die Zeit der Durchhalteparolen vorbei: „Es führt kein Weg daran vorbei. Wir müssen in den beiden Spielen punkten, um eine Perspektive zu haben. Gegen Denzlingen war kein Kraut gewachsen. Der Spitzenreiter ist die mit Abstand beste Mannschaft der Liga. Aber dann ist für uns jeder Gegner in der Verbandsliga schlagbar. Auch Kehl und Teningen.“

Bislang deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist Weils samstäglicher Kontrahent Kehler FV. Statt vorne mitzumischen, rangiert der ehemalige Oberligist als aktueller Dreizehnter im unteren Tabellendrittel. Da Weil als Fünfzehnter im Siebzehnerfeld noch zwei Ränge schlechter dasteht. ist es schon so etwas wie ein Kellerduell und fraglos richtungsweisend für beide Mannschaften. Für Schepperle ist die Aufgabe „schwierig, aber lösbar“.

Bislang haben die Blauen auf des Gegners Platz allerdings nicht viel gerissen. Lediglich ein Pünktchen sprang beim 3:3 in Radolfzell heraus. Diese Bilanz gilt es nun aufzupolieren.

Fehlen wird dem Weiler Coach Justin Samardzic. Er hat sich am vergangenen Samstag eine Zerrung zugezogen, musste vorzeitig ausgewechselt werden. Ansonsten bleibt alles beim Alten.

Der FC Teningen ist am Montag zu Gast beim Grenzstadt-Klub. Mit 16 Zählern aus elf Partien weist der Tabellenachte eine ordentliche Bilanz auf. Ohne Niederlage in den vergangenen vier Meisterschaftsspielen werden die Teninger dem Nonnenholz-Klub einiges abverlangen. Da müssen sich die Gastgeber kompakt präsentieren, an einem Strang ziehen. Allerdings fallen beim FCT mit Mika Schmidt (Kreuzbandriss) und Nikolai Hild (Muskelzerrung) zwei Leistungsträger aus.

Auggens Bischoff wieder fit, spielt aber wohl erst gegen Kehl

Schepperle vermisst in seiner Mannschaft momentan einen Spieler, der in schwierigen Situationen das Heft in die Hand nimmt. Kapitän Ridje Sprich ist von der Leistung her sicherlich dafür prädestiniert, aber: „Ridje ist im Team nicht der Lautsprecher, der seine Mitspieler verbal mitreißen kann. Solch einen Typ haben wir momentan nicht im Team.“

Das Selbstvertrauen, das dem SV Weil zur Zeit fehlt, hat der FC Auggen zweifelsohne. Vor einer Woche noch spielfrei, sind die Rebländer vor den beiden Prüfungen am Wochenende voller Tatendrang. Mit nunmehr 23 Zählern aus elf Begegnungen kann der FCA gut leben und entspannt beim gegenwärtigen Primus antreten. „Wir sind zwar klarer Außenseiter. Mut macht uns aber die Tatsache, dass wir in Denzlingen immer schon gut ausgesehen haben“, informiert Sportchef Björn Giesel, seit 1995 die gute Seele des Klubs.

Bis auf den Langzeitverletzten Tim Brändle ist beim FCA für das Match am Samstag der Kader komplett. Pikant ist bei diesem Duell, dass der abtrünnige Ebrima Sowe Musu Jaiteh in der Winterpause beim aktuellen Tabellenführer anheuern könnte. „Da wir ihn nicht freigeben werden, könnte er jedoch frühestens am 10. April nächsten Jahres für seinen neuen Verein auflaufen“, betont Giesel.

Mittelstürmer und Routinier Bastian Bischoff ist wieder fit. Wahrscheinlich ist aber, dass Auggens Trainer Daniel Kreisl Bischoff gegen Denzlingen schonen und ihn erst im Heimspiel gegen Kehl einsetzen wird. Nicht zur Verfügung steht weiterhin der Langzeitverletzte Tim Brändle. Für Kehl ist der FC Auggen so etwas wie ein Angstgegner. Bislang konnte der KFV erst ein Verbandsligaspiel gegen Auggen gewinnen. „Diese Serie wollen wir fortsetzen“, so Sportchef Giesel weiter.

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