Fußball Nach 25 Minuten aufgehört

Nicht über ein 3:3 (2:2) hinausgekommen ist der FC Auggen zuhause gegen Kellerkind DJK Donaueschingen. Es war ein echtes Auf und Ab. Zusammenfassend kann man aus Sicht der Hausherren sagen: Stark begonnen, stark nachgelassen, dann doch nochmals Moral bewiesen und einen Rückstand in Unterzahl gerade noch aufgeholt.

Von Mirko Bähr

Auggen. Die Gastgeber begannen fulminant. Gerade einmal sechs Minuten waren absolviert, als ein wunderbarer Spielzug das 1:0 des FCA einläutete. Tim Brändle kam über links, brachte Jonathan Ehret ins Spiel, der den Ball dem mit viel Tempo durchstartenden Muhammed Aslan in den Lauf spielte. Der zog in den Strafraum und brachte das Spielgerät scharf auf den kurzen Pfosten. Da war Nils Mayer einmal mehr zur Stelle und netzte ein.

Neun Zeigerumdrehungen später stand es schon 2:0. Rechtsverteidiger Julian Lacher war aufgerückt und fand mit seiner Flanke Aslan am zweiten Pfosten, der das runde Leder mit links volley in den Maschen unterbrachte.

Die 2:0-Führung war der Lohn für starke 25 Minuten. „Da haben wir unheimlich tollen Fußball gespielt, schöne Ballstafetten gezeigt“, ließ FCA-Sportchef Björn Giesel wissen. Auggen hatte das Geschehen unter Kontrolle und das 3:0 auch auf dem Fuß. Doch Ehret und Lennert Stang vergaben.

Dann war aber der Ofen aus. Plötzlich lief nichts mehr zusammen. Aus dem Nichts fiel auch noch der Anschlusstreffer für Donaueschingen. Bei einem Freistoß der Gäste rechneten alle mit einem Flankenball ins Zentrum. Doch der Ball wurde kurz gespielt, wo der freistehende Max Schneider ihn erst annahm und ihn humorlos aus 16 Metern ins rechte obere Eck knallte. Auggens Keeper Elias Kiefl war chancenlos. „Da waren wir unaufmerksam“, blickte Giesel auf das 1:2 nach 34 Minuten zurück.

Foulspiel vor dem 2:2 an Nils Mayer?

Und es wurde noch schlimmer aus Sicht der Gastgeber. Wieder war es eine Standardsituation. Nach einer Flanke gingen Mayer und Heiko Reich nach oben zum Kopfball. Letzterer kam mit dem Hinterkopf an den Ball, den dann Kiefl nicht abwehren konnte– 2:2 (42.). Die Auggener reklamierten Foulspiel. Reich soll sich mit dem Ellenbogen einen Vorteil verschafft haben. Mayer trug jedenfalls eine klaffende Platzwunde davon, wurde behandelt und spielte fortan mit Turban weiter.

Ab der 60. Minute musste der FCA dann auch noch mit einem Mann weniger agieren. Steffen Reinecker bekam nach einer Notbremse Rot. „Das war berechtigt“, befand Giesel, der dann auch noch das 2:3 aus Sicht der Auggener mitansehen musste. Reich zog aus 22 Metern ab und überraschte damit den zu weit vorne positionierte Kiefl.

In Unterzahl stemmte sich Auggen gegen die drohende Pleite und wurde dafür auch belohnt. Acht Minuten vor dem Ende stand Moritz Walther am langen Pfosten und nickte den Ball nach einer Ehre-Ecke und der Kopfballverlängerung von Jonas Kalchschmidt ins Netz – 3:3.

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