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Fußball Nach dem 0:1 ging beim Gast der Wille flöten

Uli Nodler
Weils Stürmer Marvin Stöhr scheitert. Das hätte die Führung sein müssen. Foto: Grant Hubbs

0:4 auswärts im Verfolgerduell. Das ist bitter für den SV Weil, der nach der Pause enttäuschte.

Gastgeber SV Ballrechten-Dottingen darf nach diesem klaren Heimerfolg weiter von einem der zwei ersten Tabellenplätze träumen, die Grenzstädter aktuell nicht mehr.

Vom Potenzial her waren die Dorfkicker im nördlichen Markgräflerland nicht besser als der SV Weil. Das hat man in der ersten Halbzeit gesehen, wo die Blauen dagegenhielten, die Zweikämpfe annahmen und auch offensiv einiges zu bieten hatten. Obwohl Ballrechten-Dottingen in der 15. Minute einen Foulelfmeter verschoss, hätten die Gäste mit einem Vorsprung in die Pause gehen können, wenn nicht gar müssen.

Die ersten 20 Minuten auf dem kleinen Kunstrasenplatz platz im Ortsteil Dottingen waren richtig aufregend. Schon nach zwei Minuten hätten die Weiler vorne liegen können. Auf der rechten Seite zog David Groß aus spitzem Winkel ab, und der Ball rauschte nur hauchdünn am langen Pfosten vorbei ins Toraus. Vier Minuten später stürmte Marvin Stöhr, der trotz Trainingsrückstand spielte, nach einem katastrophalen Gastgeber Fehlpass alleine aufs Ballrechter Tor zu. Eigentlich hätte er den herausstürzenden Kepper Kai Vogler locker umspielen können. Stattdessen schoss Stöhr den ehemaligen Auggener an. „Das hätte der Führungstreffer sein müssen“, ärgerte sich Weils Trainer Andreas Schepperle.

Keine Folge hatte das ungestüme Foul von Adrian Fischer im Strafraum an seinem Gegenspieler Adrian Pfeiffer. Den fälligen Strafstoß parierte Sascha Keller grandios. Zwei Minuten später übersah Schiedsrichter Christian Schnurr zuungunsten des SV Weil ein Handspiel des Ballrechter Patric Komann. Bis zur Pause spielte sich dann das Geschehen mit intensiven Zweikämpfen meistens im Mittelfeld ab.

Vier Minuten nach Wiederanspiel und dem ersten Tor des SV Ballrechten-Dottingen erlahmte die Gegenwehr der Gäste von einer Minute auf die andere. Am Ende war es einmal mehr der fehlende Wille, der zu dieser klaren Niederlage führte. Der Glaube an die eigene Stärke löste sich in Luft aus. Da war der SV Ballrechten-Dottingen aus ganz anderem Holz geschnitzt. „Es kann nicht sein, dass sich die Mannschaft nach diesem ersten Gegentor praktisch aufgegeben hat“, schimpfte Coach Schepperle. Statt Charakterstärke zu zeigen, flüchtete sich die Mannschaft in gegenseitige Schuldzuweisungen, statt sich an die eigene Nase zu fassen. Das ging dem Weiler Trainer gewaltig gegen den Strich.

Nach dem 0:1 führten Weiler Abwehrfehler zu den Gegentoren zwei und drei. Nach 66 Minuten war im Markgräflerland die Messe gelesen. Mario Paolillo und Jose Ngomge Mboyo waren die Torschützen. Schließlich setzte Andreas Herrmann mit dem 4:0 den Schlusspunkt unter eine nach der Pause überaus einseitige Partie.

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