Fußball Oben wie unten herrscht Spannung pur

Die Oberbadische, 17.05.2018 22:02 Uhr

Von Uli Nodler

Bezirk Hochrhein. Wer wird Meister? Wer schnappt sich den zweiten Platz? Wer muss den bitteren Gang in die Kreisliga A antreten? Gänzlich beantwortet werden diese Fragen am 31. Spieltag über Pfingsten noch nicht. Aber es kann die eine oder andere Vorentscheidung fallen. Oben wie unten in der Tabellen herrscht deshalb Spannung pur.

Eifrig wird derzeit vor allem im Tabellenkeller gerechnet. Schenken kann sich das der Bosporus FC Friedlingen. Das Schlusslicht kann nur noch ein Wunder retten. Auch für die Zweit- und Drittletzten Schlüchttal und Geißlingen sieht’s düster aus. Hoffen kann der Viertletzte FC Wehr, auch wenn er auf Schützenhilfe anderer angewiesen ist.

Die Zahl der Absteiger in der Bezirksliga Hochrhein ist auf vier begrenzt. Es könnten aber auch weniger werden. In diesen Hochrechnungen spielt Verbandsligist FC Denzlingen eine exklusive Rolle. Retten sich die Denzlinger, wirkt sich das auch positiv nach unten aus. Je nachdem könnten dann in der Landesliga, Staffel 2, der FC Tiengen und FSV Rheinfelden dem drohenden Abstieg noch von der Schippe springen. Läuft’s optimal, dann steigen am Ende nur die letzten zwei Klubs ab. Das wird eintreten, wenn Tiengen und Rheinfelden den Abstieg verhindern und der Bezirksliga-Vize im Duell mit dem Freiburger Zweiten den Sprung in die Landesliga, Staffel 2, schafft.

SV Jestetten - VfR Bad Bellingen, Sa., 16 Uhr: Kein Zuckerschlecken wird morgen für den Tabellenzweiten aus dem Rebland der Auftritt in Jestetten. Der Gastgeber hat nämlich durch seinen 1:0-Heimsieg im Nachspiel gegen den FC Geißlingen den vierten Tabellenplatz erobert und hat nur noch drei Punkte Rückstand auf Bad Bellingen. Mit einem Sieg gegen den VfR Bad Bellingen wäre auch Jestetten zumindest ein Kandidat für Rang zwei. Die Wichtigkeit des Spiels streicht auch VfR-Trainer Werner Gottschling heraus: „Drei Punkte sind unser erklärtes Ziel, wenn wir unsere Aufstiegsambitionen wahrnehmen wollen. Entschieden ist oben noch gar nichts. Da kann noch eine Menge passieren.“ Fraglich ist auf Bad Bellinger Seite der Einsatz von Moritz Reif. Dagegen ist Christian Ophoven einsatzbereit.

SV Laufenburg - TuS Efringen-Kirchen, So., 17 Uhr: Für beide Klubs steht in diesem Duell eine Menge auf dem Spiel. Dabei könnte der Gast aus dem Rebland mit einer Punkteteilung ganz gut leben. Denn: Mit einer imponierenden Erfolgsserie hat der TuS Efringen-Kirchen das Abstiegsgespenst weitgehend verscheucht. Sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz sollten eigentlich für den Ligaverbleib reichen.

Im Rennen um die ersten beiden Tabellenplätze kann sich der SV Laufenburg eigentlich keine Ausrutscher mehr leisten. Deshalb müssen für den aktuellen Tabellendritten am Samstag im heimischen Waldstadion drei Punkte her.

FC Wehr - SV Weil II, Fr., 19.15 Uhr. Für den abstiegsbedrohten Gastgeber ist das heutige Heimspiel von herausragender Bedeutung. Nur ein Sieg würde den Wehrern die hauchzarte Chance auf den fünftletzten und ersten definitiven Nichtabstiegsplatz aufrechterhalten. Selbst Trainer Michael Schenker sind angesichts der Niederlagenserie Zweifel gekommen: „Wir haben auf Brennet-Öflingen und Efringen-Kirchen sieben Punkte Rückstand bei vier noch ausstehenden Spielen. Das ist eine Menge Holz. Unser vorrangiges Ziel muss es sein, den viertletzten Tabellenplatz zu sichern.“ Dann sind die Wehrer jedoch auf nicht unerhebliche Schützenhilfe anderer angewiesen.

Für Schenker ist die Unerfahrenheit der Mannschaft in erster Linie die Ursache für den Absturz nach der Winterpause: „Der eine oder andere war dem nervlich nicht gewachsen.“ Auch wenn es am Ende für Wehr nicht reichen könnte, ist Schenker um die Zukunft nicht bange: „Bis auf ein, zwei Spieler bleibt die Mannschaft zusammen. Dazu stoßen Nachwuchskräfte, weil der FC Wehr nach etlichen Jahren wieder eine A-Juniorenmannschaft im Ligabetrieb hat.“

Um die „Goldene Ananas“ geht es für Wehrs Gegner SV Weil II. Mit dem 1:0-Heimsieg am vergangenen Wochenende hat die Landesliga-Reserve aus dem Nonnenholz jegliche Abstiegsgefahr gebannt.

Spvgg. Brennet-Öflingen - FC Wallbach, Sa., 17 Uhr: Eigentlich braucht sich die Spielvereinigung nicht mehr um den Klassenerhalt zu sorgen. Der müsste eigentlich bei sieben Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz in trockenen Tüchern sein. Doch Coach Urs Keser hat schon „Pferde vor der Apotheke kotzen sehen“. Deshalb verlangt er morgen im Heimspiel gegen Wallbach von seinen Jungs eine hundertprozentige Einstellung. „Wir wollen mit einem Dreier alles klar machen.“ Timo Metzger fällt mit einer Zerrung aus. Für die kommenden Saison will sich Brennet/Öflingen in allen Mannschaftsteilen verstärken. „Die Gespräche laufen“, informierte Keser.

FC Erzingen - FC Schönau, Sa. 15.30 Uhr: Mit 41 Punkten ist der FC Schönau auf der sicheren Seite. So kann das Team aus dem oberen Wiesental ohne Druck das Auswärtsspiel in Erzingen in Angriff nehmen. Die Gastgeber müssen gewinnen, wenn sie vorne noch etwas bewegen wollen.

 
          0