Fußball „Offensiv fehlt Qualität in der Breite“

Zur Sache: Hier wird Wittlingens Stürmer Laurenz Hiller (rechts) von Mike Muser (VfR Bad Bellingen) der Ball abgejagt.Foto: Uli Nodler Foto: Die Oberbadische

Für Tiziano Di Domenico bricht nicht unbedingt eine Welt zusammen. Doch hundertprozentig zufrieden ist der Cheftrainer mit dem bisherigen Abschneiden des FC Wittlingen in der Landesliga, Staffel 2, nach zehn absolvierten Spieltagen auch nicht.

Von Uli Nodler

Wittlingen. „Drei oder vier Punkte mehr wären sicherlich machbar gewesen“, betont Di Domenico. Enttäuschend fällt die Zwischenbilanz des Aufsteigers aus dem Kandertal aber nach fast einem Drittel der Saison sicherlich nicht aus.

Vor dem coronabedingten Unterbruch der Spielzeit 2020/21 rangieren die Wittlinger im 17er-Feld auf dem 14. Tabellenplatz. Es ist ein vermeintlicher Abstiegsplatz. Doch der Abstand zum rettenden Ufer ist für den FCW nicht weit. Auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht als Zwölfter der SV Kirchzarten. Und die Kicker aus der Mountainbike-Hochburg haben wie der FC Wittlingen ebenfalls zehn Punkte auf dem Konto. Lediglich die bessere Tordifferenz spricht aktuell für Kirchzarten.

Also, noch ist alles drin. Denn: Die Staffel 2 der Landesliga Südbaden präsentiert sich als überaus kompaktes Teilnehmerfeld. So trennen den Vierzehnten FC Wittlingen und den Vierten VfR Bad Bellingen ganze fünf Zähler. Da ist der Drops noch lange nicht gelutscht.

Das hat auch das Derby zwischen den beiden Hochrhein-Klubs nachhaltig bewiesen. Es war lange Zeit ein Duell auf Augenhöhe. Doch in der zweiten Halbzeit setzte sich der VfR Bad Bellingen letztlich mit 3:1 durch, weil er mit Tim Siegin einen treffsicheren Stürmer in seinen Reihen hat. Der wird beim FCW in dieser Spielzeit noch vermisst.

„Wir hatten in diesem Derby auch unsere Chancen, hätten eigentlich schon 2:0 oder 3:0 führen müssen, bevor Bad Bellingen der Ausgleich gelingt. Wir waren aber nicht effizient genug“, legt Coach Di Domenico den Finger in die Wunde.

In der Tat: Der FC Wittlingen hat zwar mit Timo Glattacker und Laurenz Hiller zwei Stürmer, die den Ansprüchen in der Landesliga genügen, für Di Domenico „fehlt allerdings in der Offensive die Qualität in der Breite.“ So konnte Glattacker während seiner längeren Verletzungsauszeit nicht adäquat ersetzt werden. „Auch der Ausfall von Alexander Herbst hat uns hart getroffen. Auch er ist nicht eins zu eins zu ersetzen“, betont der Wittlinger Cheftrainer.

Dennoch ist die Qualität der Mannschaft deutlich besser als jene in der Spielzeit 2012/13, als der FC Wittlingen nach nur einer Spielzeit sang- und klanglos wieder aus der Landesliga, Staffel 2, abstieg.

Nun soll der zweiten Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse auf Verbandsebene deutlich besser geraten als vor sieben Jahren. Damals habe – so die Aussage des Klubs – die Qualität des Teams nicht den Landesliga-Anforderungen genügt. Diesen Schuh zieht sich Trainer Tiziano Di Domenico nicht mehr an: „Wir reden uns nicht klein. Die Jungs haben mit dem hochverdienten Bezirksliga-Titel bewiesen, dass sie auch in der Landesliga eine gute Rolle spielen können. Wir sind vielleicht nicht so gut wie Laufenburg, aber ein einstelliger Tabellenplatz ist das, was wir anstreben“, sagte Di Domencio vor dem Saisonstart.

Noch liegt der FC Wittlingen nicht im Soll. Aber, was nicht ist, kann durchaus noch werden.

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