Fußball Offensive ist bei der Rückkehr das Prunkstück

Hat das Kommando in Weil: Andy Schepperle. Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Von Mirko Bähr

Weil am Rhein. Für viele Fans hat die Leidenszeit ein Ende. Endlich spielen die Blauen wieder dort, wo sie ihrem Selbstverständnis nach auch hingehören. Die Verbandsliga soll künftig wieder die Spielweise des SV Weil sein. Und die Mannschaft, die in der jüngeren Vergangenheit doch einer Verjüngungskur unter Ex-Coach Tobias Bächle unterzogen wurde, hat beim SC Durbachtal (6:1) im entscheidenden Aufstiegsspiel ebenfalls deutlich zu verstehen gegeben, wohin die Reise führen soll.

Nun ist der SVW wieder im Verbandsoberhaus zurück. Für Bächle-Nachfolger Andreas Schepperle ist das nichts anderes als eine „echte Herausforderung“. Für seine Equipe gehe es darum, sich in der neuen Liga zu etablieren. „Das ist keine einfache Aufgabe.“ Für ihn steht einzig und allein der Klassenerhalt im Fokus. „Was andere von uns erwarten, ist mir ehrlich gesagt schnuppe.“

Den Start in die neue Runde nimmt Schepperle, der schon 2016/2017 für wenige Partien das Sagen hatte, entspannt in Angriff. Und das nicht nur, weil er derzeit Urlaub hat. „Ich bin zufrieden mit der derzeitigen Situation. Wir haben einen großen Kader.“

Gespannt darf man sein, wie die Weiler den Abgang ihres Mittelfeldstrategen Almin Mislimovic (Black Stars Basel) verschmerzen werden. „Über seine Qualitäten brauchen wir ja gar nicht zu diskutieren. Jetzt müssen wir seine Arbeit eben auf mehrere Schultern verteilen.“ Darin sieht „Scheppi“ auch eine große Chance. „Der eine oder andere wird nun noch mehr aus sich herauskommen.“ Damit meint er gerade die Akteure, die in der Offensive zuhause sind. Junge Cracks wie Stöhr, Samardzic, Ismailj oder auch erfahrenere Haudegen wie Weber oder Sprich. „Sie alle haben die Chance, noch mehr Verantwortung zu übernehmen.“

Herzstück bei den Blauhemden ist die Offensive, da beißt die Maus keinen Faden ab. Zu den genannten Angreifern gesellen sich ja noch die Neuzugänge Aaron Horton, Ioan-Cosmin Ungur, der nach langer Zeit wiedergenesene Alexander Hermann oder auch Sidi Tindano. „Wir verfügen über eine große Auswahl“, stellt Schepperle fest. Und so ist für ihn auch klar, dass man diese geballte Power auch in die Waagschale werfen wird. „Wir stehen nicht hinten rein, das ist nicht das, was wir können.“ Man wolle das Heft des Handels in der Hand haben. „Wir haben viel Geschwindigkeit, das ist unsere Qualität, und das soll man auch auf dem Platz sehen“, gibt Schepperle die Marschrichtung vor.

Der neue Trainer und sein Staff können sich voll umfänglich auf den Fußball konzentrieren. „Das Umfeld passt hervorragend. Alles, was abseits des Rasens aufläuft, wird uns abgenommen und uns so der Rücken freigehalten“, ist er voll des Lobes. Und auch was das Sportliche angeht, habe er mit seinem Co-Trainer Thomas Schwarze einen „richtig guten Mann“ an seiner Seite.

Nun gelte es, die Aufstiegseuphorie mitzunehmen. „Sie soll uns in den ersten Spielen tragen“, meint Schepperle. Die eine oder andere Position in der Stammelf ist schon fest mit einem Namen bestückt. Doch bei dieser Kadergröße gehe es auch um die Trainingseindrücke, versichert Schepperle. „Jeder hat die Möglichkeit, sich in die Aufstellung zu spielen.“

Einer, der im Zentrum wohl erst mal gesetzt ist, ist Neuzugang Serkan Korkmaz. „Er ist das Bindeglied zwischen Offensive und Defensive, verfügt über eine enorme Spielübersicht und strahlt Ruhe am Ball aus“, sagt der SVW-Trainer.

Weil am Rhein (mib). Wieder da: Am 31. Mai 2014 hat sich der SV Weil aus der Verbandsliga verabschiedet. Zum Abschluss gab es damals ein 3:0 gegen den SV Waldkirch. Doch dieser Dreier brachte nichts mehr. Als Fünftletzter mit 39 Punkten und 66:65-Toren musste der Nonnenholz-Klub nach zehn Jahren eine Etage tiefer. Schon damals auf dem Spielberichtsbogen standen Yannik Weber und Ridje Sprich.

Sie werden auch am Samstag, 17 Uhr, mit von der Partie sein, wenn der SVW gegen 1. SV Mörsch sein Comeback im Verbandsoberhaus feiert. „Wir wollen zuhause siegen und positiv in die Runde starten“, macht Trainer Andreas Schepperle klar. Personell sieht’s gut aus. Bis auf drei Urlauber (Daniel Mundinger, Ioan-Cosmin Ungur und Kyriakos Stergianos) sind alle Mann an Bord.

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