Fußball Punktgewinn am Ende zu wenig?

Michael Hundt

Im Abstiegskampf braucht es auf jeden Fall Nervenstärke. Aber auch Souveränität und Durchsetzungskraft. Genau letzteres ließ die Abwehr des SV Weil beim Nachholspiel gegen den FC Radolfzell allerdings hier und da vermissen. Das nutzten die Gäste vom Bodensee drei Mal eiskalt aus.

Von Michael Hundt

Weil am Rhein. So richtig jubeln konnten am Ende nur die Gäste aus Radolfzell. Zunächst waren sie gleich zu Beginn mit 1:0 in Führung gegangen, schafften es dann in der zweiten Halbzeit zwei Mal, einen Rückstand zu egalisieren. Begünstigt wurden die Treffer der Gäste allerdings auch durch das Abwehrverhalten der Hausherren, das nicht immer sattelfest war. Immer wieder patzte die Defensive, hatten es zwei Mal ihrem Keeper Sandor Keller und zwei Mal dem Pfosten zu verdanken, dass die Bodenseekicker nicht noch mehr Tore im Nonnenholz-Stadion erzielten. „Wir haben den letzten Schritt nicht immer gemacht. Waren nicht immer eng genug am Gegner“, lautete die Analyse von Schepperle.

Es war vor 304 Zuschauern eines dieser Spiele, die der Abstiegskampf kennzeichnet: Technisch nicht immer mit einem Gruß aus Küche, aber dafür um so kämpferischer. Besonders die Schlussphase darf gerne als hektisch bezeichnet werden. Unter dem Strich war es dann auch das berühmt-berüchtigte verdiente Unentschieden zweier annähernd gleichstarker Mannschaften.

„Es war ein bitteres Ende für uns. Wir hätten heute die drei Punkte holen müssen“, erklärte Doppeltorschütze Marvin Stöhr sichtlich konsterniert. „Es ist schade und tut weh. Leider haben meine beiden Tore nur für einen Punkt gereicht.“

Bereits am Wochenende steht für den SV Weil das nächste Kellerduell an. Am Samstag muss das Team um Kapitän Ridje Sprich beim ebenfalls um den Klassenerhalt kämpfenden FC Teningen antreten. Vor allem die Abwehr wird sich dann steigern müssen und vor allem auch stabiler stehen, damit es dann vielleicht auswärts mit den ersehnten drei Punkten klappt.

Marvin Stöhr musste die Partie gegen Radolfzell vorzeitig verletzungsbedingt beenden. Hinter seinem Einsatz sieht Schepperle noch ein Fragezeichen. Berufsbedingt fehlen wird den Weilern auf jeden Fall David Groß. „Da müssen dann andere Spieler einspringen. Es ist noch absolut nichts verloren“, gibt sich der Weiler Übungsleiter optimistisch.

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