Fußball Schwarzmalen ist nicht Gottschlings Sache

Neue Situation: Werner Gottschling. Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Von Mirko Bähr

Bad Bellingen. Werner Gottschling kann es so langsam, aber sicher, nicht mehr hören. Der Trainer des VfR Bad Bellingen findet, dass da „zu viel schlecht geredet wird“. Überall werde er in Gesprächen mit den Abgängen vom Tim Siegin, Christian Ophoven und Yannick Domagala konfrontiert, überall sehe man seine Jungs schon wieder eine Etage tiefer. „Die Situation ist neu, aber wir werden uns dieser Aufgabe stellen, und zwar erfolgreich.“

Gibt es denn Siege ohne Siegin? „Tim ist ein sehr überdurchschnittlicher Spieler. Wir freuen uns, dass er beim Bahlinger SC die Chance bekommt. Wir drücken ihm die Daumen. Natürlich merkt man das, wenn so ein Akteur geht.“ Aber Gottschling hält nichts davon, nun schwarzzumalen. Ja, man müsse drei namhafte Abgänge kompensieren. Jedoch konzentriere man sich nun ganz auf die Leute, die da sind. „Wir werden die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen. Dies bringt doch auch neue Chancen mit sich.“ Drei Plätze seien frei geworden. Das müsse doch „sensationell“ für diejenigen sein, die in der vergangenen Runde noch unzufrieden waren, weil sie mehr Einsatzzeit wollten. Alibis gebe es jetzt auch nicht mehr. „Wir gestalten es nun einfach anders.“

Das Ziel ist und bleibt der Klassenerhalt. Gottschling appelliert an das Umfeld, die Erwartungshaltung etwas zurückzuschrauben. „In den vergangenen fünf Jahren ging es immer aufwärts. Nun müssen wir die neue Situation akzeptieren. Manchmal geht es auch erst einen Schritt zurück, ehe es wieder zwei nach vorne geht“, sagt Gottschling. Nach einem „Loch“ in der Vorbereitung habe seine Mannschaft mit den Pokalspielen wieder auf den „richtigen Weg“ zurückgefunden. „Das gehört dazu.“

Sehr zufrieden ist Gottschling mit Neuzugang Enno Meyer. „Ein echter Glücksgriff. Vielleicht war es auch die Belohnung für das große Engagement unserseits, neue Akteure an Land zu ziehen. Enno passt menschlich perfekt zu uns, und auch körperlich verbessert er sich Schritt für Schritt.“

Mit einem Heimspiel startet der VfR am Samstag, 15.30 Uhr, in die neue Saison. Gegner ist Aufsteiger SG Nordweil/Wagenstadt. „Uns würden drei Punkte gleich gut tun. Außerdem möchten wir dem Gegner zeigen, dass die Landesliga eine andere Spielklasse ist“, so Gottschling, der auf Yannik Müller (Urlaub) und Stefan Codrut-Lirca verzichten muss. Für einen Teileinsatz steht jedoch wieder Tim Schillinger bereit. „Wir führen ihn nach seiner schweren Verletzung langsam ran. Er ist ein richtig guter Mann.“

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