Fußball Showdown: Die Zuversicht ist da

Die B-Note stimmt: Gilt das für Almin Mislimovic (r.) & Co. auch nach den letzten 90 Minuten der Saison? Foto: Mirko Bähr

Weil am Rhein - Selten wurde ein Treffer im Nonnenholz so lautstark und emotional bejubelt, wie dieses Last Minute-Tor durch Ridje Sprich am vergangenen Samstag, als der SV Weil in der Aufstiegsrunde zur Verbandsliga gegen den FC 08 Villingen II in der Nachspielzeit das 1:1 markierte.

Ein 1:1, dass nun alle Chancen offen lässt, wieder ins Verbandsoberhaus zurückzukehren. 2014 musste der SVW den Abstieg in die Landesliga verkraften. Seither klopft der Verein immer wieder oben an. Bislang vergebens. „Die Vorfreude, auf das, was wir erreichen können, ist groß. Wir wollen nun den Aufstieg packen“, macht Trainer Tobias Bächle vor dem entscheidenden Match am morgigen Donnerstag, 15.30 Uhr, beim SC Durbachtal deutlich.

Für Bächle ist diese Begegnung gleichzeitig die letzte als Coach der Weiler. Schon vor dem Spiel zuhause gegen Villingen wurde er vor den eigenen Fans verabschiedet. „Das war schon emotional, wobei eben der Fokus nicht auf dem Abschied lag. Sonst wäre es wohl noch emotionaler geworden. Wehmut ist auf alle Fälle schon dabei“, gibt Bächle zu, der sich nur allzu gerne mit einer Rückkehr in die höchste Liga Südbadens verabschieden würde. Dasselbe gilt für Almin Mislimovic, der zum Schweizer Promotion-League-Aufsteiger Black Stars Basel wechselt.

Sicherlich wäre aufgrund der vielen Chancen ein Sieg gegen Villingen drin gewesen, doch viel wichtiger als das Ergebnis war, dass sich der SVW trotz des Rückschlags kurz vor dem Ende nie aufgegeben hat. „Man hat gesehen, dass wir immer daran geglaubt und enormen Willen an den Tag gelegt haben“, freut sich Bächle. Nach dem Schlusspfiff habe er dann bei seinen „platten“ Jungs etwas Enttäuschung, vor allem aber auch Zuversicht ausgemacht.

Die Partie im Graf-Metternich-Stadion wird, so glaubt der Weiler Trainer, eine ganz andere wie noch die gegen die 08-Reserve. „Der Gegner ist abgezockter, hat erfahrene Haudegen in seinen Reihen und einen echten Brecher vorne drin“, meint Bächle nach der Videoanalyse. Jan Philipowski traf in der abgelaufenen Spielzeit gleich 27 Mal in 24 Einsätzen.

Bächle hält sich aber nicht allzu lange mit dem Gegner auf. Viel mehr wolle man wieder die eigenen Stärken hervorheben und sie dann auch auf den Rasen bringen. Er weiß, dass in solchen Partien immer Kleinigkeiten entscheiden können. „Eine Gelb-Rote-Karte, ein Standard, vor allem aber wird solch ein Entscheidungsspiel im Kopf entschieden“, ist er sich sicher.

Und für den Kopf war Sprichs Treffer in Minute sechs der Nachspielzeit sehr wichtig.

Personell: Marvin Stöhr hat einen Schlag abbekommen und ist in Behandlung. Alle anderen Akteure sind fit und einsatzfähig.

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