Fußball Spannung bis zum Schlusspfiff

Die Oberbadische, 15.04.2018 22:56 Uhr

Sie haben alles probiert, das Wechselkontingent vollends ausgeschöpft, die Abwehr entblößt und die Bälle nach und nach in den Strafraum des FC Wittlingen geschlagen. Es half aber nicht. Der FV Lörrach-Brombach II hat die Partie eins nach Tobias Jehle mit 0:1 verloren.

Von Mirko Bähr

Lörrach. Das Interims-Trainergespann mit Marco Herrmann, Patrick Sorg und Günter Zähringer durfte sich über Verstärkung aus dem Verbandsliga-Kader freuen. Mit Enzo Stamile, Andreas Lismann und Lucas Thiel begann gleich einmal ein Trio aus dem Verbandsoberhaus.

Zunächst aber kickte Wittlingen munter nach vorn und hatte durch Richard Lorenz eine riesige Kopfballchance. Sie wurde durch Thomas Wasmer im FVLB-Kasten vereitelt. Ein Hammer von Florian Herr krachte wenig später an die Latte. Kurz darauf dann die verdiente Führung. Herr blieb cool und schob nach Zuspiel von Timo Glattacker den Ball über die Linie.

Es sollte der einzige Treffer in dieser Partie bleiben, was vor allem an den beiden Torhütern lag. Wasmer auf der einen und Aykut Kaya auf der anderen. Wasmer verhinderte bei einigen Kontern die Vorentscheidung, als der FCW zwingend das 2:0 machen muss. Kaya war immer dann zur Stelle, wenn der FVLB gefährlich angriff.

Das Sahnehäubchen seiner Glanzleistung war sicherlich die Parade in der zweiten Minute der Nachspielzeit, als er einen 30 Meter-Kracher von Marcel Scholz mit den Fingerspitzen gerade so über die Latte lenkte. Die Hausherren wollten unbedingt den Ausgleich und warfen alles nach vorne. Pech für den FVLB II, dass Almir Querimis Einsteigen in der 90. Minute gegen Etienne Leisinger im eigenen Strafraum von Schiri Dominik Homberger (Rheinfelden) nicht mit einem Elfer geahndet wurde. „Den kann er pfeifen, aber auf der anderen Seite war es oftmals auch kein Abseits“, gab FCW-Coach Tiziano Di Domenico zu Protokoll.

Marco Herrmann war enttäuscht, aber auch irgendwie stolz auf das Team: „Wir haben ein anderes Gesicht gezeigt und es hat auch nicht viel zum Punkt gefehlt.“ Die zweite Hälfte habe man dominiert und der Gegner nur auf Konter gelauert.