Fußball Spieler sind jetzt in der Bringschuld

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Patrick Bösch (links) will in Herten gewinnen. Foto: Hundt

Rheinfelden-Herten (fas). Dass der erste Trainerwechsel in dieser Bezirksliga-Saison beim SV Herten vonstatten ging, hätte vor Rundenbeginn wohl kaum einer gedacht. Nun ist es aber Realität. Eike Elsasser hat nach der 1:4-Niederlage bei den Sportfreunden Schliengen sein Traineramt beim Tabellenvorletzten niedergelegt.

Elsasser schloss sich dem SVH zur Saison 2019/20 als Co-Trainer von Musa Musliu an. Nachdem sich die Hertener im vergangenen Dezember von Musliu trennten, übernahm Elsasser dessen Position. „Wir haben einen super Trainer verloren“, macht Roger Schubbe klar, der in dieser Saison Elsassers Assistent war und die Mannschaft nun im kommenden Heimspiel am Sonntag ab 15 Uhr gegen den TuS Efringen-Kirchen interimsmäßig betreuen wird. „Ich bin bereit das zu machen, solange wir auf Trainersuche sind. Das ist für uns alle natürlich eine schwierige Situation.“

Für Schubbe, der seit über 50 Jahren bei den Grün-Gelben in verschiedenen Funktionen tätig ist, gehe es nun darum, „dass die Mannschaft eine Reaktion zeigt“. Am Montagabend hat man sich intern ausgesprochen. Es wurde auch mal etwas lauter. „Die Jungs haben sich hinterfragt. Das gehört dazu“, sagt Schubbe, der am gestrigen Donnerstag 60 Jahre alt wurde.

Dabei verfügen die Hertener über zahlreiche Spieler, die auch schon höherklassig Erfahrungen sammelten. Die Qualität im Team ist unbestritten. „Ich bin mir sicher, dass die Jungs jetzt das Beste herausholen wollen. Klar ist aber auch, dass sie von der Situation geschockt gewesen sind.“ Den Fokus auf das Sportliche zu richten, ist sicherlich nicht einfach. Elsasser war beliebt und investierte eine Menge Zeit und Arbeit in die Mannschaft. Die Spieler stehen nun in der Bringschuld.

Nichtsdestotrotz hat die Partie gegen Efringen-Kirchen auch tabellarisch eine durchaus schon große Bedeutung. Herten hat gerade einmal drei Punkte auf dem Konto. Mit einem Sieg könnte man aber immerhin mit dem TuS gleichziehen. „Wir werden extrem viel investieren müssen. Eine gute Defensivarbeit ist wichtig. Dazu wollen wir auch unsere spielerischen Qualitäten auf den Platz bringen.“

Die Efringer tun sich in dieser Saison noch schwer. Immerhin feierte die Bösch-Elf vor Wochenfrist gegen den Aufsteiger SV Laufenburg II einen souveränen 3:0-Heimsieg. Daran wollen die Rebländer in Herten nun natürlich anknüpfen. „Gegen eine Mannschaft, die gerade den Trainer gewechselt hat, ist es aber nie einfach“, weiß Bösch.

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