Fußball Steinen-Höllstein jubelt spät

Ein Kopfballduell zwischen dem Wehrer Marco Buscemi (links) und dem Degerfelder Salifu Fadera. Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Der erste Spieltag der neuen Saison hatte es in der Kreisliga A-West gleich einmal in sich. Mitfavorit FC Steinen-Höllstein setzte sich im Topspiel beim TuS Lörrach-Stetten durch, während bei den Absteigern noch nicht allzu viel zusammenlief. Mehr als ordentlich präsentierte sich dagegen Aufsteiger SF Schliengen.

Von Fabian Schreiner

Lörrach. Nach dem verpassten Aufstieg in der Vorsaison setzte es für den TuS Lörrach-Stetten beim 1:2 gegen den FC Steinen-Höllstein die nächste Enttäuschung. In der zweiten Minute der Nachspielzeit markierte Burak Pinar den entscheidenden Treffer der Partie.

Für Steinens Trainer Oguz Dogan und seinen Spieler Benjamin Bader war das Duell zum Auftakt ein ganz besonderes. Dogan trainierte bis 2018 noch die Reservemannschaft des TuS. Für Benjamin Bader ging es gegen Bruder Matthias, der beim TuS die Kapitänsbinde trug. „Beide Mannschaften haben kein Spektakel abgebrannt. Ein Unentschieden wäre letztlich wohl gerecht gewesen“, findet TuS-Coach Sascha Müller.

Sowohl Stetten als auch Steinen leisteten sich viele Ungenauigkeiten im Spielaufbau. Nachdem die Gäste besser ins Spiel fanden, sorgte Akkem Gerspacher kurz vor dem Pausentee für die Steinener Führung. Matthias Argast hatte nach 54. Minuten die Vorentscheidung auf dem Fuß, als er alleine auf TuS-Schlussmann Fabio Löffler zu lief. Doch der Angreifer scheiterte kläglich. Nur sechs Minuten später dann das 1:1. Mikael Alici drehte jubelnd ab. Wenig später hatte Marco Disanto die Riesenchance, auf 2:1 für Stetten zu stellen, doch der Ex-Steinener vergab vor dem leeren Tor. „Marco steht schon auf der Linie, bekommt den Ball aber einfach nicht im Tor unter. Wenn er den reinmacht, verlieren wir dieses Spiel sicherlich nicht“, so Müller. „Dennoch mache ich ihm da keinen Vorwurf.“ Auf der Gegenseite zeigte sich Pinar schließlich eiskalt und netzte zum 2:1 ein.

Nach einer tollen ersten Hälfte verlor der FC Huttingen in Halbzeit zwei völlig den Faden und letztlich auch mit 2:5 die Partie beim FC Hausen. „Ich bin maßlos enttäuscht, da wir einmal mehr viel investiert haben und dennoch mit leeren Händen da stehen. Die drei Punkte haben wir verschenkt“, hadert Huttingens Spielertrainer Guido Perrone.

Gar nicht einverstanden war Perrone mit der Leistung von Schiedsrichter Steve Blaschke aus Grenzach-Wyhlen: „Vor dem 1:2 wurde ich im Mittelfeld ganz klar gefoult. Er hatte die Pfeife schon im Mund, war dann aber einmal mehr überfordert, eine Entscheidung zu treffen. Sein Auftreten war für mich nicht akzeptabel.“

Missglückt ist auch der Einstieg des SV Weil II in der neuen Spielklasse. Im Nonnenholz mussten sich die Grenzstädter dem FC Hauingen mit 1:2 beugen. Den Siegtreffer erzielte Maximilian Meier in der zweiten Minute der Nachspielzeit. „Nach der Anfangsphase haben wir besser ins Spiel gefunden und uns auch mit dem 1:1 durch Sascha Kyburz belohnt“, gibt Weils Trainer Franco Viteritti zu Protokoll. Beide Teams hatten die Chance zur Führung, es ging hin und her. Mit zwei Mann weniger mussten die Weiler schließlich nach einer Standardsituation das 1:2 hinnehmen. „Ein Remis wäre gerecht gewesen“, meint Viteritti.

Zwei verlorene Punkte für den FC Wehr

Auch der zweite Absteiger aus der Bezirksliga FC Wehr hat sich den Auftakt anders vorgestellt. Beim FV Degerfelden gab es für die Kraehling-Elf ein 2:2-Unentschieden. „Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit haben wir das Heft des Handelns völlig aus der Hand gegeben und sind mit 0:2 in Rückstand geraten“, lässt Wehrs Trainer Uwe Kraehling wissen.

Der eingewechselte Bastian Kühne brachte den Gast mit einem schönen Distanztreffer wieder heran. Marc Seger sorgte kurz darauf für den Ausgleich. In der Nachspielzeit hatte Wehrs Steven Bertolotti sogar noch die große Chance auf das 3:2, doch der Offensivmann vergab. „Alles in allem waren das zwei verlorene Punkte“, so Kraehling.

Einen perfekten Start legte Aufsteiger SF Schliengen hin. Zuhause bezwangen die Rebländer den SV Schopfheim mit 2:1. „Nach 20 Minuten kamen wir richtig gut ins Spiel. Der Sieg ist hochverdient. Ich bin sehr zufrieden“, freut sich Coach Alex Schöpflin.

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