Schönau - Das wird spannend. Im Mittelpunkt des 15. und letzten Vorrunden-Spieltags steht am Samstag, 10. November, in der Bezirksliga Hochrhein der Schlagabtausch zwischen dem wieder erstarkten FC Schönau und dem aktuellen Tabellendritten und Überflieger FC Wittlingen an. Die Partie wird im Jogi-Löw-Stadion um 16 Uhr angepfiffen.

Es ist angerichtet für ein tolles Match. Die Gastgeber sind seit drei Spieltagen unbezwungen, haben jüngst Wallbach 5:2 und den FC Wehr mit 2:1 bezwungen sowie beim FC Zell ein torloses Unentschieden erreicht.

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Das ist aber nur ein Klacks im Vergleich zum Siegeszug des FC Wittlingen. Das Team von Trainer Tiziano Di Domenico ist seit dem 1. September und dem 1:2 beim VfB Waldshut ungeschlagen. Sechs Spiele wurden überwiegend deutlich gewonnen, gegen die beiden Spitzenteams SV Laufenburg und FV Lörrach-Brombach erreichten die Kandertäler zu Hause jeweils ein 3:3-Remis. Keine Frage: Der FC Wittlingen ist aktuell das erfolgreichste Team der Liga.

Respekt, aber keine Angst

In Schönau hat man die eindrucksvolle Serie durchaus zur Kenntnis genommen. Doch FCS-Coach Faik Zikolli stirbt nicht in Ehrfurcht: „Wir haben zwar Respekt vor dem Gegner, aber keine Angst. Vielmehr freuen wir uns auf die Herausforderung. Und, wer weiß? Wenn jeder von uns auf dem Platz alles gibt, dann können wir mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und unserem gestiegenen Selbstvertrauen auch Wittlingen schlagen.“

Personell sind die Alternativen für Coach Zikolli größer geworden. Johannes Walleser, Ismail Demirci und Felix Markanic sind wieder dabei. Alle drei haben jüngst noch gefehlt. Verzichten muss Zikolli dagegen auf Tim Eckert, der mit Gelb-Rot gegen Wittlingen aussetzen muss. Fehlen wird auch der urlaubende Torhüter Christian Held.

Nach den Erfolgen in den letzten Wochen kann der FC Wittlingen mit breiter Brust in Schönau antreten. Der Saisonstart war allerdings recht harzig. Trainer „Tizi“ Di Domenico weiß auch warum: „Wir mussten acht, neun neue Leute in den Kader integrieren. Da war es nur normal, dass in den ersten Spielen die Abstimmung noch fehlte. Das hat sich nun eingespielt.“

In der Tat, Wittlingens Kader hat gegenüber der vergangenen Saison enorm an Qualität gewonnen. „Wir sind auf allen Positionen ohne Qualitätsverlust doppelt besetzt. Plötzlich gibt es auch Härtefälle. So spielt der FC Wittlingen ein System, wo nur ein Stoßstürmer vorgesehen ist. Er hat aber mit Salvatore Di Mattia und Alexander Herbst zwei Asse im Kader. Auch in Schönau wird wohl nur einer in der Anfangsformation zu finden sein.

Wenn der FC Wittlingen auch die Favoritenrolle innehat, so werden die Kandertäler den heim- und kampfstarken Gastgeber nicht unterschätzen. Doch Di Domenico lässt keinen Zweifel daran, dass er dieses Auswärtsspiel unbedingt gewinnen will.