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Fußball Torjäger fehlt im Endspurt

Fabian Schreiner
Laurenz Hiller (vorne) übernimmt die Rolle des gesperrten Tim Siegin. Foto: Grant Hubbs

Ohne Tim Siegin muss Fußball-Bezirksligist VfR Bad Bellingen die entscheidenden Spiele im Kampf um den Aufstieg angehen. Die Sperre kommt zur Unzeit, präsentiert sich der Primus derzeit doch nicht gerade in Bestform.

BAD BELLINGEN. So ganz sicher wirkt der VfR Bad Bellingen momentan nicht. Das wurde auch zuletzt im verlorenen Bezirkspokal-Finale und drei Tage später beim 1:1 in Schönau deutlich.

„Ich weiß nicht, ob der Druck gerade zu groß ist, dass man die ganze Zeit der Gejagte ist“, sucht Sportchef Kai Schillinger nach Erklärungsansätzen. „Aktuell greifen halt nicht alle Rädchen in das andere, wie es in der Hinrunde der Fall war.“ Zwar bekomme man in der Rückrunde weniger Gegentore, doch offensiv lässt der VfR auch gerne mal manch Großchance liegen. „Es war unser Ziel im Winter, defensiv stabiler zu stehen. Das hat gut funktioniert. Doch vorne spielen wir unsere Möglichkeiten leider nicht sauber aus. Das ist natürlich schon ärgerlich.“

Auch in Schönau hätte man, so Schillinger, schon früh mit zwei oder drei Toren Unterschied führen müssen. „Dann läuft so ein Spiel ja auch ganz anders.“ Das Duell mit Lörrach-Stetten ist das letzte Heimspiel der Saison. Anschließend gastiert die Mannschaft von Trainer Peter Johann noch in Schlüchttal und bei der SG Wehr-Brennet, gegen die man gerade erst im Pokalfinale den Kürzeren gezogen hatte. „Mir wäre es selbstverständlich am liebsten, wenn wir das Ganze schon vor dem letzten Spieltag entscheiden könnten. Um die Wehrer Qualitäten wissen wir schließlich“, sagt Schillinger.

In all diesen Spielen und auch in einem möglichen Relegations-Hinspiel wird Tim Siegin wohl nur die Zuschauerrolle einnehmen können. Denn nach seiner Roten Karte im Pokal-Endspiel wurde der 27-Jährige für satte fünf Spiele gesperrt. Die Länge der Sperre versteht man beim VfR nicht. „Natürlich war es aus unserer Sicht sehr unglücklich, wie Tim in diese Situation geraten ist. Aber er wollte ja keine größere Verletzung in Kauf nehmen. Diese fünf Spiele sind für uns ein absolutes ‚No-go‘. Daher haben wir auch schon einen Gegenbericht geschrieben.“ Immerhin kann der Spitzenreiter am Wochenende wieder auf Max Scheurer und Laurenz Hiller zurückgreifen. Letzterer wird vermutlich auch Siegin ersetzen.

Eine Schrecksekunde erlebte der TuS Lörrach-Stetten im vergangenen Heimspiel gegen den SV Herten. Schlussmann Vladimir Lazarov schlug nach etwa einer Stunde Spielzeit bei einem Luftzweikampf gegen den Torpfosten und blieb benommen am Boden liegen. Der 34-Jährige war anschließend in ein Krankenhaus transportiert worden. Inzwischen ist Lazarov wieder zuhause. „Er hat aber noch Schmerzen und kann sich nur schlecht bewegen. Vladi hat sich drei Rippen gebrochen und bekommt schlecht Luft“, informiert Trainer Müller.

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