Fußball Uwe Sütterlin tritt nicht mehr an

Michael Hundt

Es war nur ein kleiner Halbsatz, fast schon am Ende der Veranstaltung: „Ich kandidiere im nächsten Jahr nicht mehr“, hatte Bezirksvorsitzender Uwe Sütterlin fast beiläufig erklärt. Dem Bezirk Hochrhein stehen damit im nächsten Jahr einschneidende Veränderungen bevor.

Von Michael Hundt

Wollbach. Der diesjährige Bezirkstag verlief mit nicht einmal zwei Stunden schnell und harmonisch ab. Dafür wird es 2023 wohl um so arbeitsreicher und vielleicht auch hektischer werden. Denn im kommenden Jahr stehen im Bezirk Neuwahlen an. Mit Uwe Sütterlin, Werner Bolte und Harald Fengler scheiden gleich drei langjährige und verdiente Funktionäre aus ihren Ämtern. Die Nachfolge ist allerdings bereits geregelt und soll demnächst auch bekannt gegeben werden, so dass der Bezirk Hochrhein nicht in unruhiges Wasser geraten wird.

Staffeleinteilungen stehen endgültig fest

Ohne Probleme ging die Vorstellung in der Staffeleinteilung für die Saison 2022/23 über die Bühne. Wie es zu erwarten war, gab es am Bezirkstag nur in der Kreisliga C noch ein paar kleine Veränderungen. Im Vorfeld wurde in der Kreisliga B bereits einiges verschoben, da die Ligen zu ungleich besetzt waren.

Frauen dürfen jetzt auch Eintritt zahlen

Fünf Anträge lagen dem Bezirkstag zur Abstimmung vor. Darunter auch der Antrag des FC Bad Säckingen, dass auch die Frauen beim Besuch von unterklassigen Spielen Eintritt zahlen dürfen beziehungsweise müssen. Bisher erhielten weiblicher Besucher immer freien Eintritt. Im Zuge der Gleichberechtigung werden nun auch Mädchen und Frauen zur Kasse gebeten.

Ebenfalls zugestimmt wurde dem Antrag des SV 08 Laufenburg, dass auch in den höherklassigen Vereinen Spielgemeinschaften bei der zweiten oder dritten Mannschaft gebildet werden dürfen.

Gleich zwei Anträge brachte der FV Fahrnau ein. Das Ansinnen, dass die Strafe für das Nichtantreten einer Mannschaft auf 500 Euro erhöht wird und der geschädigte Verein bei der Auszahlung berücksichtigt werden soll, wurde auf Empfehlung von Werner Bolte abgelehnt. Angenommen wurde allerdings der Antrag des FV Fahrnau, dass zukünftig jeder Mannschaft die Möglichkeit zu einem Einspruch gegeben werden soll. Bisher durften nur am Spiel beteiligte Mannschaften einen Protest einlegen.

Insbesondere zum Saisonende haben sich die Nichtantritte immer wieder gehäuft. Aus diesem Grund stellte der Bezirksjugendausschuss den Antrag, dass die Strafen um jeweils 25 Euro auf 75, 125 und 150 Euro angehoben wurden. Die Höchststrafe von 800 Euro bleibt unverändert. Dieser Antrag wurde angenommen.

Kommt im Winter eine Futsal-Liga?

Bereits vor drei Jahren bildete sich um Ralf Brombacher eine Arbeitsgruppe, die sich Futsal widmet. Brombacher schlug der Versammlung vor, über die Schaffung einer Futsal-Liga nachzudenken.“Futsal ist leider immer noch ein Stiefkind, ist aber ein großer Bestandteil des Sports“, erklärte Brombacher den Delegierten des Bezirkstages. Gespielt würde dabei mit vier Feldspielern, einem Torhüter und vor allem ohne Bande. Grundlagen sind die FIFA-Regeln und es bietet sich vor allem eine interessante Option für Spieler aus verschiedenen Vereinen, sich zu einer Futsal-Mannschaft zusammenzuschließen. Futsal kommt vor allem den versierten Technikern zu Gute.

Meister und Staffelsieger wurden geehrt

Aus den Händen der jeweiligen Staffelleiter erhielten die Staffelsieger der Saison 2021/22 ihre Siegerurkunde und auch den Meisterwimpel des Bezirks. Die rund 50 Ehrenamtlichen werden auf einer gesonderten Veranstaltung am 30. Oktober, dem Tag des Ehrenamtes, in der Stadthall von Wehr empfangen und in einem würdigen Rahmen geehrt.

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