Fußball VfR gelingt Befreiungsschlag

Michael Hundt

Freud und Leid lagen nach 90 Minuten eng beieinander. Der VfR Bad Bellingen hat das Lokalderby beim FC Wittlingen mit 3:2 gewonnen und somit den Abstand auf einen Nicht-Abstiegsrang auf drei Punkte verkürzt. Der FC Wittlingen dagegen steht weiterhin am Tabellenende und steckt noch tiefer im Abstiegskampf.

Von Michael Hundt

Wittlingen. Am Samstag hatte Fabio Muto, Cheftrainer des FC Wittlingen, noch den Hafen der Ehe angelaufen und ist dort vor Anker gegangen. Doch der Sonntagnachmittag war dann die Endstation aller Hoffnungen, ein wenig vom Glück des Vortages mit in den letzten Vorrundenspieltag der Landesliga zu nehmen. Auch wenn seine Mannschaft couragiert aufspielte, um dem Trainer noch ein zusätzliches Hochzeitsgeschenk ermöglichen wollte, so standen die Wittlinger am Ende mit leeren Händen und hängenden Köpfen im Schneeregen.

Die Ratlosigkeit war Muto ins Gesicht geschrieben. Vor allem in der ersten Halbzeit hatte seine Elf einen durchaus furiosen Start hingelegt, ging nach elf Minuten durch einen Kopfballtreffen von Laurenz Hiller verdient in Führung.

Doch wer geglaubt hatte, dass die Hausherren durch den Treffer sicherer und abgeklärter agieren würden, musste sich schnell eines besseren belehren lassen. Vor allem in der Abwehr schlichen sich immer mehr kleine Fehler ein, die sich dann zu etwas Großem summierten: den Ausgleich für die Gäste durch Matthias Dold sowie einem Doppelpack von VfR-Stürmer Tim Siegin.

„Das waren drei individuelle Fehler im Abwehrbereich. Wir haben es wieder nicht auf die Kette bekommen, das zu verteidigen. Wir schenken denen quasi drei Treffer“, analysiert Muto sichtlich resigniert die Niederlage. In der zweiten Halbzeit versuchten die Hausherren dann immer wieder das Ergebnis frühzeitig zu verkürzen, fanden aber keine Mittel gegen die VfR-Abwehr. Die Gäste ihrerseits brauchten nicht viel zu tun, um den Auswärtssieg über die Zeit zu bringen. Der Treffer von Arian Palatini in der Nachspielzeit war dann nur noch Ergebniskorrektur. Danilo Avellina traf dann sogar noch die Querlatte, aber der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. „Uns fehlt auch einfach das Glück, dass so ein Ball mal reinfällt“, haderte Muto mit dem Schicksal.

Dass VfR-Trainer Yannick Domagala mit dem Spiel im Allgemeinen und dem Ausgang im Besonderen wesentlich zufriedener war, ist nur verständlich. „Ich glaube, dass es nach 90 Minuten ein verdienter Sieg für uns war – gerade mit der Leistung in der ersten Halbzeit.“ Dennoch hatte Domagala auch Grund zur Kritik: Beide Treffer des FC Wittlingen fielen nach Standardsituationen, und auch der Lattentreffer von Avellina war das Resultat eines Standards. „Daran müssen wir einfach noch mehr arbeiten, weil es jede Woche unsere Spiele so eng macht.“ Domagala wollte in der zweiten Halbzeit weiter nach vorne spielen lassen. Doch seine Spieler taten nicht mehr als nötig, um den Erfolg zu verwalten.

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