Fußball Wieder gibt’s in der Ortenau nichts zu erben

Die Oberbadische, 15.04.2018 22:58 Uhr

Von Uli Nodler

Offenburg. Nach fünf Siegen in Folge ist der FC Auggen am Samstag mit breiter Brust in Offenburg aufgekreuzt. Doch die Zuversicht der Markgräfler schmolz dann auf dem Platz wie Schnee in der Frühlingssonne. Am Ende waren die Gäste bei der 1:3-Schlappe gegen einen klar überlegenen Offenburger FV noch gut bedient.

Hätten die Auggener in der Ortenau gewonnen, dann wären sie am OFV vorbeigezogen. So aber haben die Gastgeber nun im vorderen Tabellenfeld drei Zähler Vorsprung auf den FCA. Für Offenburg war es der elfte Saisonsieg, nachdem der OFV zuvor dreimal nur Unentschieden gespielt hatte. Apropos Remis: Mit bislang neun Punkteteilungen steht der ehemalige Oberligist in dieser Wertung einsam an der Spitze.

Der FC Auggen sah nun in dieser Saison zum zweiten Mal gegen den Offenburger FV alt aus. Das Hinspiel in Auggen ging mit 1:4 verloren.

Für Trainer Enzo Minardi ist das 1:3 kein Beinbruch: „Die Offenburger haben uns nach einer guten Anfangs-Viertelstunde den Zahn gezogen. 75 Minuten lang hatten wir keinen Zugriff und haben dem OFV viel zu viel Platz gewährt.“ Die Räume nutzte der Gastgeber dann auch, um mit einem komfortablen 2:0-Vorsprung in die Pause zu gehen. Bei Male (24./31.) war Nico Schlüter der Torschütze. Er schlüpfte in die Rolle von Torjäger und Kapitän Marco Petereit, der gegen Auggen verletzungsbedingt fehlte. Die Gäste hätten sich auch nicht beschweren dürfen, wenn es nach den ersten 45 Minuten aus ihrer Sicht schon 0:4 gestanden hätte. Denn: Zweimal liefen Offenburger alleine auf Torwart Elias Kiefl zu, scheiterten aber.

Dabei hätte die Verbandsliga-Partie auch ein wenig anders verlaufen können. Die Gäste waren nämlich in der ersten Viertelstunde das bessere Team. Und sie besaßen zweimal durch Ebou Sowe und Matthias Dold drei Hochkaräter, ließen aber im Abschluss die letzte Konsequenz vermissen.

Endgültig entschieden war das Match in der 64. Minute, als Marco Junker auf 3:0 stellte. Im Gefühl des sicheren Sieges schaltete der Offenburger FV danach ein bis zwei Gänge zurück. So war die Partie durchaus ausgeglichen. Dennoch waren viele Auggener Offensiv-Aktionen auch dann nicht zwingend genug.