Fußball Wunderlichs Fair Play-Geste

Fabian Schreiner

Für die Szene des Wochenendes sorgte am siebten Spieltag der Kreisliga A-West ohne jede Frage Hausens Bernhard Wunderlich. Seine bemerkenswerte Fair-Play- Geste zeugte von Größe. Einen Hauch von Erling Haaland gab es derweil in Rheinweiler zu bestaunen. Ein 18-Jähriger erzielte für den SV Schopfheim zudem einen Hattrick.

Von Fabian Schreiner

Kreis Lörrach. Aufgrund eines Spielermangels konnte SV Eichsel die Partie beim TuS Lörrach-Stetten am Samstagnachmittag nicht antreten. Das Spiel wurde somit mit 3:0 für den Spitzenreiter gewertet, der nun mit acht Punkten Vorsprung die Tabelle anführt.

Eine von drei Mannschaften mit 13 Punkten auf dem Konto ist Aufsteiger Spvgg. Bamlach-Rheinweiler. Der Aufsteiger setzte sich im Duell mit dem SV Karsau klar und deutlich durch. 5:0 hieß es nach 90 Minuten. Schon zur Halbzeit hatte es 4:0 gestanden. „Das war unser bestes Spiel bisher in dieser Saison“, freut sich Trainer Gabriel Iordan. „Die Mannschaft hat sehr diszipliniert agiert und war gewillt, die drei Punkte zu holen.“ Der Sieg hätte laut Iordan sogar noch höher ausfallen können. Seine Schützlinge trafen gleich dreimal die Torlatte. „Wir haben den Karsauern keine Großchance angeboten. Wir reden hier von einem Team, das bereits 20 Tore auf dem Konto hat. Ich bin echt stolz auf die Jungs.“ Sehenswert war vor allem der Treffer von Torjäger Istvan Nagy. „Dieses Tor hat mich an Erling Haaland erinnert. Istvan weiß eben auch, wo das Tor steht.“ Nagy steht bereits bei neun Saisontoren.

Einen fulminanten Auswärtssieg feierte der FC Hausen beim FC Wittlingen II. 8:2 stand es am Ende. Nach 45 Minuten führte Hausen schon mit 5:1. Die Wittlinger Reserve kassierte indes nach der 2:7-Packung vor einer Woche beim SV Karsau schon die nächste deftige Abreibung. „Man muss ehrlich sagen, dass das 2:8 in Ordnung geht“, sagt Wittlingens Trainer Sebastian Alesi. Vor allem im Spiel nach vorne drückt bei den Kandertälern der Schuh. Das liegt auch daran, dass Goalgetter Vincenzo Ferrera seit ein paar Wochen nicht mehr mit dabei war. „Wir kommen ohne ihn kaum zum Abschluss. Dann wird es natürlich schwer.“ Für die Szene des Spieltags war indes ein anderer Torjäger verantwortlich: Hausens Bernhard Wunderlich. Wittlingens Innenverteidiger Tom Schlegel knickte beim Versuch eines Zuspiels um. Der Pass auf seinen Mitspieler geriet deshalb viel zu kurz. Wunderlich spritzte dazwischen, lief zunächst alleine auf das Tor zu, hätte auf 4:1 stellen können, hielt dann aber am Sechzehnmeterraum an und zeigte großes Fair Play. Daraufhin konnte der Schiedsrichter die Partie unterbrechen. „Ein ganz großes Kompliment nach Hausen. Das war außergewöhnlich“, lobt Alesi. „So wie Bernhard würden sicherlich nicht viele reagieren. Das zeugt schon von Größe“, meint auch FCH-Coach Michael Brunner. Schlegel musste anschließend unterdessen ausgewechselt werden. Eine Diagnose steht noch aus. Wunderlich selbst erwischte an diesem besonderen Sonntagvormittag auch vor dem Tor einen Sahnetag. Gleich viermal netzte das Hausener-Urgestein ein.

Auf den achten Tabellenplatz ist der SV Schopfheim vorgerückt. Die Kraehling-Elf bezwang den SV Todtnau deutlich mit 6:1. Mann des Spiels war der erst 18-jährige Anes Mujakic mit drei Treffern. „Anes ist einer von sieben 18-Jährigen, die gegen Todtnau im Kader waren. Fünf davon standen in der ersten Elf“, betont Coach Uwe Kraehling. „Anes soll sich in aller Ruhe und Unaufgeregtheit entwickeln.“ Trotz des Dreierpacks wollte Kraehling die tolle Teamleistung seiner Schützlinge in den Vordergrund stellen. „Alle sechs Tore von uns waren schön.“ Der Weg mit den vielen jungen Schopfheimern scheint sich schon jetzt auszuzahlen. „Die Jungs kennen unser Konzept und spielen mit Spaß zusammen Fußball. Das soll auch so bleiben.“

Dank des zweiten Saisonsiegs (3:1) hat der SV Weil II den SV Herten II in der Tabelle überholt. Elementar wichtig war der 1:1-Ausgleichstreffer der Weiler in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Dirk Bürgin. „Das hat uns noch einmal einen Motivationsschub gegeben“, erklärt Weils Übungsleiter Marco Kern. Für die Führung sorgte dann Ferit Fazliji mit einem direkt verwandelten Freistoß in der 77. Minute. „Ich finde, wir haben eine ordentliche Leistung gezeigt. Man hat gemerkt, dass wir diesen Sieg wollten. Die drei Punkte gehen in Ordnung.“

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