Fußball Zu schnell für den Gegner

Die Oberbadische, 16.09.2018 14:38 Uhr

Den Untermünstertal-Frust von der Seele geschossen haben sich die Landesliga-Kicker des SV Weil im Heimspiel gegen allerdings auch harmlose Gäste des FC Freiburg-St.Georgen. Am Ende schlug ein 6:1 (3:1)-Erfolg zum Einstandsfest zu Buche. Ridje Sprich durfte sich in Halbzeit zwei einen lupenreinen Hattrick gutschreiben lassen.

Von Mirko Bähr

Weil am Rhein. Der Gastgeber legte gleich von Beginn an los wie die Feuerwehr. Die sonst, als körperlich sehr robust und zweikampfstark geltenden Gäste aus dem Breisgau liefen nur hinterher. Die Weiler kombinierten schnell und flüssig. Hatte Romano Males zu Beginn noch zwei gute Möglichkeiten liegen gelassen, eröffnete Almin Mislimovic nach sehenswerter Chip-Flanke von Patric Lauber in Minute 16 den Torreigen.

In der 28. Minute belohnte sich dann Males für ein gutes Spiel beim Startelf-Debüt. Mit einem Doppelpass spielten David Groß und Mislimovic die St.Georgener Abwehr aus und stellten den Spielstand auf 3:0. Der Gast war bis dahin noch gar nicht offensiv in Erscheinung getreten, Weils Keeper Julien Theobald hätte sich auch einen Kaffee holen können.

Kurz vor der Pause dann eine kleine Schwächephase der Weiler, als sie nicht mehr so kompromisslos das Umschaltspiel fabrizierten. Aus dem Nichts fiel dann das 1:3 nach einem ruhenden Ball in der 42. Minute durch Balduin Labusch. „Ich weiß gar nicht, das wievielte Gegentor es nach einem Standard war“, regte sich Weils Trainer Tobias Bächle nach dem Schlusspfiff nur etwas auf.

Denn viel mehr gab es nach diesem einseitigen Spiel nicht zu beanstanden. Die zweite Hälfte gehörte dann SVW-Stürmer Sprich fast ganz alleine. Eine Flanke von Mislimovic in der 61. Minute brachte er per Kopfball schulbuchmäßig im Kasten der Gäste unter. Die hatten bis dahin immerhin das Spiel etwas offener gestalten können.

Mit diesem Treffer aber war der Widerstand gebrochen. Nach einem Querpass von Justin Samardzic, der selbst gute Chancen ungenutzt ließ, war Sprich in der 63. Minute zum zweiten Mal zur Stelle. In der 89. Minute dann der dritte Streich. Einen tollen Ball von Groß nahm er mit, umspielte Keeper Pascal Luhr, der übrigens der beste Kicker des FC Freiburg-St. Georgen an diesem Nachmittag war, und netzte zum 6:1-Endstand ein.

„Ich kenne die St. Georgener anders. Aber wir haben es auch gut gemacht. Wir haben Ball und Gegner laufen lassen“, freute sich Bächle, der kurz vor Ende auch noch Kapitän Yannik Weber zu einem Kurzeinsatz und damit zu seinem Comeback nach dem Schienbeinbruch verhalf.

 
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