Grenzach-Wyhlen 1,20 Meter für mehr Sicherheit

Bademeister Massimo Pinto freut sich auf viele Gäste im Grenzacher Freibad. Foto: zVg

Grenzach-Wyhlen - Mit der Eröffnung des Freibads beginnt am heutigen Samstag wieder das sommerliche Badevergnügen. Dabei gibt es zwei Neuerungen für die Gäste, wie die Gemeinde in einer Pressemitteilung informiert.

So ist pünktlich zur neuen Saison die Barrierefreiheit verbessert worden. Für rund 13 000 Euro wurden Toilette und Dusche behindertengerecht gestaltet. „Die Maßnahme ging auf die Anregung einer Bürgerin zurück, die im Rollstuhl sitzt und sich im Arbeitskreis Barrierefreiheit engagiert“, teilt Bürgermeister Tobias Benz mit. Die Dame habe über ihre alltäglichen Schwierigkeiten bei der Badbenutzung berichtet. Zusammen mit Bauamt und Freibadleitung fand dann ein Ortstermin statt, in dessen Rahmen die Maßnahme besprochen und dann zeitnah von Handwerksbetrieben umgesetzt wurde. „Es freut mich, dass wir dadurch die Barrierefreiheit des Freibades verbessern konnten“, lässt sich Benz zitieren.

Aus haftungsrechtlichen Gründen hat die Gemeinde außerdem – wie angekündigt – zum Rhein hin einen 1,20 Meter hohen Zaun installieren lassen. „Unsere Versicherung hat auf die Notwendigkeit der Maßnahme und die Rechtslage hingewiesen“, wirbt der Bürgermeister um Verständnis. Das Baden im Rhein auf der Höhe des Freibads ist laut Verordnung der Gemeinde schon seit vielen Jahren verboten (wir berichteten).

Eindeutige Rechtslage

Hinweisschilder entlang des Flussufers auf dem Freibadgelände brachten dies auch zum Ausdruck. Laut Benz stellt sich die Rechtslage nun aber so dar, dass diese Schilder nicht ausreichten und die Gemeinde im Falle des Falles voll in der Haftung stünde, wenn ein Freibadbesucher vom Badareal aus den Rhein betreten und verunglücken würde. „Das kann man sinnvoll oder nicht finden, ist aber der rechtliche Rahmen, den die Gemeinde beachten muss“, betont Benz. Die Gemeinde und auch er persönlich als Bürgermeister stünden hier in der Verantwortung und Haftung, hält er fest. Die einzige Alternative zum Zaun wäre gewesen, das gesamte Rheinufer von Personal überwachen zu lassen, was nicht möglich sei.

Neben der Rechtslage ist der Zaun laut Mitteilung auch ein Anliegen des Bäderteams. Denn in jeder Saison gebe es immer wieder Fälle, bei denen Kinder sich von ihren Eltern entfernten, an den Rhein gehen und an den Sandbänken am Ufer spielen, was aufgrund der Strömung und des schnellen Übergangs zu tieferen Bereichen sehr gefährlich sei. Zum Glück habe es hier noch kein schwerwiegendes Unglück gegeben.

Aufgrund der Rechts- und Haftungslage wurde der Zaun entlang dem 650 Meter langen Uferstreifen installiert. Die Kosten dafür belaufen sich auf 27 000 Euro. Der grüne Zaun sei so errichtet worden, dass er das parkartige Gesamtbild möglichst wenig beeinträchtige, hält Benz fest.

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