Grenzach-Wyhlen Abitur als Fahrkarte in die Zukunft

Die Oberbadische, 15.07.2018 15:02 Uhr

Ein Hauch von Hollywood wehte am Samstag durch die Hochrheinhalle in Wyhlen. Über den breiten roten Teppich flanierten junge Menschen in schicken Kleidern und Anzügen. Doch es waren nicht Stars und Sternchen: Es waren die Abiturienten des Lise-Meitner-Gymnasiums, die sich zu ihrem Abiball, bei dem auch die Zeugnisse übergeben wurden, herausgeputzt hatten.

Von Manfred Herbertz

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Grenzach-Wyhlen. Die Spannung der Abiturprüfung war abgefallen und der Erleichterung, es geschafft zu haben, gewichen. Und so war wohl nur noch bei dem einen oder der anderen das Lampenfieber vor dem Einmarsch vorhanden. Alle 49 Schülerinnen und Schüler hatten die Reifeprüfung bestanden. Merle Thoss schaffte mit einem Notendurchschnitt von 1,0 ein Traumergebnis.

Andrea Reisdorf und Linus Arndt kündigten mit launigen Worten die meist paarweise einziehenden Abiturienten namentlich dem Publikum an. Der Schulleiter, Studiendirektor Frank Schührer, gab seinen scheidenden Schülern herzliche Worte mit auf den Weg, er zitierte – passend zum französischen Nationalfeiertag – den französischen Schriftsteller André Gide, der über den Begriff Mut gesagt hatte: „Der Mensch kann nicht zu neuen Ufern aufbrechen, wenn er nicht den Mut aufbringt, die alten zu verlassen.“ Mit dem Abiturzeugnis hielten die Schüler die Fahrkarte für ihren nächsten Lebensabschnitt in Händen. Doch, um den weiteren Weg zu gehen, seien Entscheidungen zu treffen, und dazu eben brauche es Mut, denn: „Die schlimmste Entscheidung ist die, keine zu treffen“, sagte Schührer und rief den Schülern zu, den Mut zu haben, auf die eigene Stärke und Begabungen zu setzten, hinaus in die Welt zu gehen, andere Ufer kennenzulernen und sich ein eigenes Bild von den Dingen und Abläufen zu machen.

Viele Auszeichnungen und Schülerpreise

Unterstützt von seinem Stellvertreter Frank Oppermann überreichte Schührer dann die Reifezeugnisse und entließ damit die Schüler aus der Obhut der Schule.

Eine ganze Reihe von Auszeichnungen mit Preisen schloss sich an. Diese zeigte, dass der Jahrgang viele gute Leistungen hervorgebracht hatte. Franziska Habeck schloss mit der Note 1,1 ab. Sie erhielt zudem den Scheffelpreis und den Sozialpreis der Schule für ihren außergewöhnlichen Einsatz in der Schule, wie Verbindungslehrer Folke Kaben in einer Laudatio verdeutlichte und Franziska Habeck als „das gute Gewissen unserer Schule“ bezeichnete. Die Vorsitzende des Freundeskreises des LMG, Astrid Kabella, überreichte die vom Verein gestifteten Sonderpreise.

Nach der „Schlacht am Buffet“ gab es eine Ansprache der Scheffelpreisträgerin Franziska Habeck. Die Schüler hatten ein Programm zusammengestellt und feierten in die Nacht ihr Abitur.

Die Preisträger:

Preis: Merle Thoss (1,0), Franziska Habeck (1,1) Janine Bacher (1,2), Marleen Helmert (1,3), Annika Östringer (1,5) sowie Corina Borgardt (1,5).

Belobigung: Roland Ambs (1,6), Andrea Reisdorf (1,8), Jana Zepf (1,9) und Julia Biester (2,0).

Sonderpreise: Den Abiturpreis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und den DMV-Abiturpreis für Mathematik erhielt Roland Ambs; der Südwestmetall-Schulpreis Ökonomie ging an Marleen Helmert; mit dem Scheffelpreis wurde Franziska Habeck geehrt.

Schulpreise (gestiftet vom Verein der Freunde des Lise-Meitner-Gymnasiums): Biologie: Merle Thoss; Chemie: Roland Ambs; Geografie: Franziska Habeck; Bildende Kunst: Noemi Braun; Musik: Annika Östringer; Sport: Julia Biester und Dorian Lehmann. Der Sozialpreis der Schule ging an Franziska Habeck.

Urkunden für ihr Engagement als Schülermentoren gab es für: Corina Borgardt, Noemi Braun, Lea Haug, Sarah Pöhm und Jana Zepf.