Grenzach-Wyhlen Aggressiv und Krankheiten übertragend

Die Asiatische Tigermücke ist an ihrer charakteristischen Färbung gut zu erkennen. Wer solche in seinem Garten entdeckt, sollte sich bei der Gemeindeverwaltung melden (Archivfoto). Foto: Die Oberbadische

Grenzach-Wyhlen  - Ganz wegzubekommen ist die vor einigen Jahren aus dem Mittelmeergebiet eingewanderte Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) wohl nicht mehr. Allerdings soll versucht werden, die weitere Verbreitung des stechenden Plagegeistes zu vermeiden.

Mit dem Beginn der Gartensaison ruft die Gemeindeverwaltung die Bürger dazu auf, Verdachtsfälle unbedingt zu melden. Mückenlarven finden sich oft dort, wo sich Wasser ansammelt. etwa in Regentonnen, Pfützen oder ähnlichen „Habitaten“.

Ein Vorkommen der Mücke war im August des vergangenen Jahres auf einem Grundstück in der Jurastraße in Wyhlen entdeckt und erfolgreich bekämpft worden. Zuvor war dort ein Kind von Mücken sehr zerstochen worden. Anwohner vermuteten dem Aussehen der Insekten nach, dass es sich um Asiatische Tigermücken handelte.

Sie hatten mit ihrer Vermutung recht, wie Untersuchungen des Unternehmens ICYBAC Mosquitocontrol ergaben. Die Speyerer Fachfirma war damals von der Gemeindeverwaltung Grenzach- Wyhlen mit einer Untersuchung beauftragt worden. Rasch fand man Larven von Aedes albopictus auf dem Grundstück, wo das Kind von den Mücken attackiert worden war.

Verdacht im Bereich der Jurastraße bestätigte sich

Zum Einsatz kamen dabei BTI-Tabletten (BTI steht für Bacillus thuringiensis israelis) Haushalte im Umfeld des betroffenen Gebietes im Bereich der Jurastraße wurden hernach mit Informationsblättern sowie BTI-Tabletten versorgt.

Wie dem im Gemeinderat vorgestellten Abschlussbericht der Firma ICYBAC zu entnehmen ist, ist die Asiatische Tigermücke ein Überträger von Dengue-, Zika- und Chikungunya-Viren, die teilweise zum Tod führen können. In den letzten Jahren kam es bereits in Italien, Südfrankreich und Spanien zu Erkrankungen mit diesen Viren, die jeweils durch Tigermücken übertragen wurden, schreibt die ICYBAC.

Zusätzlich zu der Gefahr der Krankheitsübertragung sind Tigermücken im Vergleich zu heimischen Mückenarten relativ aggressiv. Sie stechen mehrfach und sind auch über Tag aktiv, während heimische Mücken eher nur einmal stechen und in der Dämmerung und nachts aktiv sind. Das macht sie oft zu regelrechten „Quälgeistern“, sodass Gartenbesitzer sich kaum noch in ihren Gärten aufhalten können, wodurch es zu einem großen Verlust an Wohnqualität in betroffenen Gebieten kommen kann.

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