„Am Anfang braucht es Begeisterung, am Ende steht die Disziplin“, so charakterisierte Manfred Stratz, Direktor des Lise-Meitner-Gymnasiums (LMG), das neue Musicalprojekt. Am LMG sind die Zeichen wieder auf Musical gestellt und Bürgermeister Tobias Benz freut sich sehr darauf.

Grenzach-Wyhlen. „Es ist ein Leuchtturmprojekt für Grenzach-Wyhlen, für das ich gerne die Schirmherrschaft übernehme“, sagte Benz. Am Mittwoch stellten Schüler und Lehrerkräfte dem Gemeindeoberhaupt das neue Projekt vor. Im Hintergrund sei bereits sehr vieles gelaufen. Das Projekt benötige ein Jahr Vorlaufzeit, sagte Schulleiter Stratz bei der Vorstellung des Projekts.

Bei der Gemeinde indes rennt man offene Türen ein, was die Unterstützung für das ehrgeizige Projekt anbelangt. Der Bürgermeister sagte Hilfe durch den Werkhof bei der Logistik oder bei der Hallennutzung zu. Vom 20. bis 23. Juli 2017 heißt es dann in der Hochrheinhalle an vier Aufführungstagen „Natürlich blond!“. Es gibt zwar eine Filmvorlage mit Reese Witherspoon, die sei aber im Gegensatz zum Musical relativ flach, wie Lehrer Thomas Vogt, der zusammen mit Ehefrau Ulrike, einer Musikerin, das Projekt betreut, sagte. Neu mit im Boot ist Lehrer Max Koppmann. Das Musical sei sehr spritzig und temporeich mit vielen unerwarteten Wendungen.

Die Akteure sind sich sicher, was Tolles und Unterhaltsames auf die Bühne zu bringen. Dass sie das können haben sie 2015 mit „Swinging St. Pauli“ bewiesen, das am Ende mit den zweiten Platz beim Lotto-Musiktheaterpreis 2015/2016 ausgezeichnet wurde.

Für Stratz ist das Projekt ein „Gesamtkunstwerk und ein Aushängeschild für die Schule“, das man nicht jedes Jahr stemmen könne. Aber die mitwirkenden Schüler profitierten enorm davon. Dies bestätigt auch Thomas Vogt.

Zustimmung gab es von den Schülern, die schon beim letzten Musical mitgewirkt hatten. Sara Brezak: „Ich habe einen Einblick ins Berufsleben bekommen und mein Selbstbewusstsein wurde gestärkt. Eine Erfahrung, die Tang Chi teilt: „Ich fand das Projekt zunächst albern, doch es wurde eine wertvolle Erfahrung, ich konnte meine frühere Schüchternheit überwinden.“ Clemens Engel wurde durch das Projekt in seinem Berufswunsch bestärkt, und Benedict Osterath spricht von neu geschlossenen Freundschaften.

Für den LMG-Direktor ist wichtig, dass das Musical nicht mit den „normalen Schulalltag“ kollidiert. Die Terminpläne wurden so gelegt, dass sie verträglich mit den Prüfungsplänen und Schulterminen seien. Die Schüler opferten sogar einen Teil ihrer Ferien dafür.

Stratz bedankte sich bei der Gemeinde für die zugesagte Unterstützung. Er freue sich darauf, das Vibrieren bei allen Mitwirkenden – vor und hinter der Bühne – zu spüren, wenn es der Premiere entgegengeht.