Grenzach-Wyhlen Am LMG war er Schülersprecher

Der gebürtige Grenzach-Wyhlener Andreas Hennemann möchte in Konstanz Rathauschef werden.                                 Foto: zVg/Denise Claus Fotografie

Konstanz/Grenzach-Wyhlen - Die Einwohner der Stadt Konstanz sollen am 27. September ihren neuen Oberbürgermeister wählen. Neben Amtsinhaber Uli Burchardt (CDU) stehen vier weitere Kandidatennamen auf dem Wahlzettel. Einen davon kennt man auch in Grenzach-Wyhlen: Andreas Hennemann.

Sein halbes Leben hat Hennemann in der 85 000 Einwohner-Metropole am Bodensee bereits verbracht. Dorthin war er vor 20 Jahren gezogen, um zu studieren – „und dann bin ich dort angekommen“, sagt Hennemann. Der Konstanzer Rechtsanwalt ist ganz überrascht, dass sein Telefon klingelt und eine Zeitung aus der alten Heimat anruft, weil sie von seinem OB-Wahlkampf in Konstanz Wind bekommen hat: „Woher haben Sie denn das erfahren?“

Wer ihm diesen Artikel zukommen lassen möchte: kein Problem. Einfach ausschneiden und bei Familie Hennemann in Grenzach-Wyhlen in den Briefkasten werfen. Denn zumindest einmal im Monat versucht der 39-Jährige, seine Familie in der Heimat zu besuchen. Seine Eltern leben in der Doppelgemeinde, sein Bruder samt Familie im benachbarten Herten. „Da bin ich auch oft. Übrigens hat mir mein Bruder, der Schreinermeister ist, mein Lastenfahrrad gebaut“, freut sich Hennemann, der früher am Lise-Meitner-Gymnasium (LMG) Schülersprecher war und dort anno 2000 sein Abitur gemacht hat.

Wie er zur Politik gekommen ist? „Durch mein Umfeld, meine Interessen, durch viele Gespräche“, sagt der Jurist, der in einer Konstanzer Kanzlei als Fachanwalt für Strafrecht sowie Berufsbetreuer tätig ist.

Zwar ist er Mitglied der SPD, doch geht er in der Stadt am Bodensee bewusst als überparteilicher Kandidat ins Rennen. Denn eine OB-Wahl sei eine Persönlichkeitswahl, hält er dazu fest. Trotzdem wolle er die örtliche SPD noch um die offizielle Unterstützung seiner Kandidatur bitten.

Gewählt wird in Konstanz am 27. September. Der Wahlkampf fällt also fast komplett in die Schulsommerferien. Und das auch noch in Coronazeiten, was die Sache nicht eben einfacher mache, wie Hennemann bekennt. Er setzt neben persönlichen Kontakten zwar stark auf digitale Kanäle wie Facebook und Instagram, plant aber ab sofort auch regelmäßige Präsenztermine in seinem Lieblingscafé („No. elf“), wo man mit ihm den Dialog suchen könne.

In den Gesprächen wie auch im Wahlkampf allgemein „soll das Verbindende gelten und nicht die Konfrontation“, wie Hennemann wissen lässt. Gerade in den vergangenen Corona-Lockdown-Monaten hätten viele Gegensätze sich verstärkt, und das Trennende habe zugenommen. Nun gelte es, gegenzusteuern und das Verbindende herauszuarbeiten.

Weitere Informationen: In seiner Freizeit engagiert Andreas Hennemann sich unter anderem im „Chor­ohnenamen“ und im Kon­stanzer Tierschutzverein.

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