Grenzach-Wyhlen Anlage für Wasserstoff ist genehmigt

Grenzach-Wyhlen (ov/tn). Das Regierungspräsidium Freiburg (RP) hat der Firma Energiedienst (ED) die immissionsschutzrechtliche Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb der am Kraftwerk Wyhlen geplanten Anlage zur Herstellung von Wasserstoff durch Elektrolyse von Wasser („Power-to-Gas“, „P2G“) erteilt. In der nun genehmigten Anlage wird produziertes Gas verdichtet und in einem Hochdruckspeicher zwischengelagert, bis es dann mit Tankfahrzeugen abtransportiert wird.

Bau hat bereits vor zwei Monaten begonnen

Energiedienst hat bereits vor rund zwei Monaten mit dem Bau der „P2G“-Anlage begonnen. Dies zunächst auf eigenes Risiko bis zur Erteilung der endgültigen Genehmigung durch die Freiburger Behörde. Hätte diese ihr Einvernehmen versagt, hätte ED alles zurückbauen und die bisherige Rasenfläche auf ihrem Wyhlener Firmengelände wieder zurück in den Urzustand versetzen müssen (wir berichteten).

Um die Anlage verwirklichen zu können, mussten von der Gemeinde Grenzach-Wyhlen zunächst die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Im anschließenden Genehmigungsverfahren des RP wurden mehrere Einwendungen, insbesondere von der „Bürgerinitiative Wasserkraftwerk am Altrhein“ und vom BUND erhoben.

Letztlich hätten in besonderem Maße fundierte Einwendungen aus der Bevölkerung berücksichtigt werden können. Dies werde auch dadurch deutlich, dass das Unternehmen bei der Frage der technisch und organisatorisch sicheren Betriebsweise über die rechtlichen Anforderungen hinausgegangen sei, heißt es in einer Pressemitteilung des RP.

Weitere Informationen: Die immissionsschutzrechtliche Genehmigung und ihre Begründung liegt in der Zeit vom 5. bis einschließlich 18. April beim Bürgermeisteramt Grenzach-Wyhlen und beim Regierungspräsidium Freiburg zur Einsichtnahme aus. Zudem kann die Entscheidung auf der Internet-Seite www.rp-freiburg.de eingesehen werden.

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