Grenzach-Wyhlen Anpfiff für den Kunstrasen

Grenzach-Wyhlen - Eine derzeit eher seltene Menschenansammlung gab es gestern Nachmittag auf dem Fußballplatz im Grenzacher Grienboden. Der seit Jahren ersehnte Spatenstich für den neuen Kunstrasenplatz brachte dort Vertreter der Sportgemeinschaft (SG), der Gemeindeverwaltung und der beteiligten Baufirmen zusammen.

Bürgermeister Tobias Benz freute sich, dass nach der rund ein Jahr dauernden „Ehrenrunde“ im neu gebildeten Gemeinderat die neue Sportstättenkonzeption wie vorgesehen umgesetzt werden kann. Der neue Kunstrasenplatz werde zeitgemäß mit umweltverträglichen Füllstoffen wie Sand oder Kork gebaut.

Planer Kurt Sänger freute sich über das nun entstehende Sportstättenensemble. Neben den Tennisplätzen, dem Vereinsgelände des Ruderclubs und dem Freibad werde nun bald der Fußball in der Doppelgemeinde im Grienboden ebenfalls seine prädestinierte Heimat finden. Auf Grund der Wasserschutzzone wäre sonst künftig nur noch eine grüne Wiese ohne alternative Verwendung verblieben.

Bäume mussten gefällt werden

Die anstehenden Tiefbau- und Elektroarbeiten werden bis Mitte Juli dauern, kündigte Bauamtsvertreter Markus Ludwig an. Anschließend komme der Kunstrasen, der spätestens im Oktober bespielbar sei.

Bürgermeister Benz nutzte die Gelegenheit für den Hinweis, dass die am Spielfeldrand gefällten Bäume in den nächsten Jahren durch ihr Wurzelwerk den neuen Unterbau beschädigt hätten. „Wir haben uns den Entschluss nicht leicht gemacht“, betonte der Rathauschef und kündigte eine Ersatzmaßnahme an anderer Stelle im Verhältnis zwei zu eins an.

Für das Projekt rechnet die Gemeinde mit Kosten von rund einer Millionen Euro, 120 000 Euro werden durch Landeszuschüsse übernommen.

Fußballer scharren schon mit den Hufen

„Endlich ist das nächste Jahr da!“ Mit diesen Worten begann der Vorsitzende der SG Grenzach-Wyhlen, Bernd Kemper, seinen Dank an die Verantwortlichen der Gemeinde. Als 2012 die Fusion der Kicker aus Wyhlen und Grenzach anstand, sei für das Folgejahr der Sportplatzneubau im Gespräch gewesen. „Das hat sich dann bis heute hingeschoben,“ schmunzelte er. „Unsere Heimat“ nannte Kemper das nun entstehende Areal.

Rund 250 Kinder warten bereits sehnlichst auf die Wiederaufnahme des Sportbetriebs. „Wir machen zwar weniger Leistungssport, aber umso mehr Soziales. Deswegen wollen wir bald wieder unser Vereinsleben etablieren.“ Als zeitgemäßes Dankeschön überreichte er mit seinen Vorstandskollegen Dominik Weber und Berthold Kaiser Alltagsmasken in den Vereinsfarben an Tobias Benz, Markus Ludwig und Bauamtsleiterin Sabine Schneider.

Coronabedingt musste bei der Renovierung des Vereinsheimes einiges aufgeschoben werden, weswegen man leicht hinter dem Zeitplan sei.

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