Grenzach-Wyhlen BASF ruft – und nur wenige kommen

Auf dem Podium standen den meist kritischen Fragen der Zuhörer Rede und Antwort (v.l.): Thomas Wellmann, Dr. Matthias Weede (beide von Planungsbüro ERM GmbH), vom Landratsamt Dr. Georg Lutz, Leiter des Fachbereichs Umwelt, BASF-Projektleiter Livio Ulmann, Bürgermeister Jörg Lutz sowie Dr. Hans-Jürg Reinhart (BASF). Foto: Manfred Herbertz Foto: Die Oberbadische

Grenzach-Wyhlen (mh). Die „BI Zukunftsforum“, die Fraktion der Grünen, die Freien Wähler und die SPD zogen es vor, der Informationsveranstaltung der BASF zum Thema Sanierung des Perimeters II der Kesslergrube fernzubleiben.

„Die Gemeinderatsmitglieder von Bündnis 90/ Die Grünen sehen keinerlei Anlass, an der Veranstaltung teil zunehmen“, schrieb Annette Grether. Das Vorhaben der Einkapselung sei nicht nachhaltig genug. BASF hätte sich nicht an die Verabredung gehalten, die Ergebnisse des Gutachtens zu respektieren.

„So kann man mit einem Gemeinderat und den Bürgern nicht umgehen, und versuchen Sie nicht den Gemeinderat für dumm zu verkaufen“ schimpfte Herbert Flum von den Freien Wählern und forderte zusammen mit seiner Fraktion den Totalaushub des Perimeters II, „nur das ist nachhaltig genug“. Von Seiten der SPD gab es ebenfalls Schelte: Kritikpunkte beim Gutachten hätten vorher eingebracht werden können, und „nun nachzukarten ist für uns ein unmöglicher Stil“, schreibt die Fraktionsvorsitzende Christa Wolf. Obwohl eine Entscheidung durch das Landratsamt hinsichtlich einer nachhaltigeren Sanierung durch Aushub noch nicht vorliegt, erwarte die BASF schon jetzt die Genehmigung der Umspundung.

Für die BI Zukunftsforum verlas zu Beginn der Infoveranstaltung Elke Habel eine Stellungnahme: „Die gesetzlich in Betracht zu ziehenden Sicherungsmaßnahmen, sind auf Grund der speziellen Lage nicht anwendbar“, so Habel und behauptet weiter: „Die geplante Einkapselung ist weder zielführend noch rechtmäßig.“ Die BASF sei zu keinem Zeitpunkt auf den Willen der Bevölkerung eingegangen. Dieses Verhalten verletze alle Regeln des fairen Umgangs und aus diesem Grunde boykottiere die BI diese Veranstaltung. Habel verließ daraufhin die Veranstaltung.

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