Grenzach-Wyhlen Bauckner ist neuer Ehrenbürger

Rolf Reißmann
Nach der Ehrung (von links): Ewald Kaiser, Tobias Benz und Helmut Bauckner Quelle: Unbekannt

Grenzach-Wyhlen. Hohe Ehrungen für verdienstvolle Mitbürger gab es beim Neujahrsempfang der Gemeinde Grenzach-Wyhlen. Bürgermeister Tobias Benz verlieh Helmut Bauckner die Ehrenbürgerwürde.

Benz würdigte die über viele Jahre andauernde ehrenamtliche Arbeit Bauckners zum Wohl der Gemeinde. Bereits während seiner Tätigkeit als Lehrer an der Bärenfelsschule habe sich dieser maßgeblich für Vielfalt und Weltoffenheit eingesetzt. 1980 war er Gründungsmitglied des Vereins für Heimatgeschichte, 1997 wurde er zum Vorsitzenden gewählt.

Betreuung der Römervilla

Zu seinen bedeutendsten Erfolgen in dieser Tätigkeit gehört die Neugestaltung der Jahreshefte des Vereins und die Herausgabe mehrerer Bücher. Vor allem aber übernahm er die Betreuung der Römervilla. Neben der Pflege des Bestands widmete er sich den regelmäßigen Führungen durch das Regionalmuseum. Als ebenso bedeutsam bewertete Benz das Engagement Bauckners für die Bewahrung und ständige Ausstellung der historischen Trotte in der Schlossgasse.

Mit viel Herzblut habe sich Bauckner für die Errichtung des Gedenksteins an den von NS-Schergen hingerichteten polnischen Zwangsarbeiter Wladislaw Wielgo eingesetzt. Die von Bauckner betriebene Öffentlichkeitsarbeit des Vereins für Heimatgeschichte habe dessen Mitgliederzahl auf mehr als 800 erhöht. Dazu kommt, dass er bis zu zehn Konzerte pro Jahr in der Gemeinde organisiert.

Hilfe bei Integration

Nachdem er sich vor Jahren intensiv für die Integration von Russlanddeutschen einsetzte, sei es in den vergangenen Jahren stets Hilfe für Flüchtlinge gewesen. „Grenzach-Wyhlen hat Ihnen viel zu verdanken“, sagte Benz zu Bauckner. „Ich wünsche mir viele weitere Jahre Ihres engagierten Wirkens.“

Bauckner bedankte sich in seiner bekannten launigen Art. Er, der geborene Freiburger, habe sich nicht freiwillig für Grenzach entschieden, als er dort 1965 seine Lehrerstelle antrat. Seitdem aber fühle er sich wohl. Sein ständiger Blick auf die Jugend wurde deutlich in seiner Aufforderung an Vereine, Kirchengemeinden und Treffs, vor allem Kinder und Jugendliche einzubeziehen. „Denn die sind im wahrsten Sinne soziale Medien, Kinder brauchen zuerst Menschen, nicht Tablets“, sagte er.

Wyhlener Dorfgeschichte

Ebenfalls geehrt wurde Ewald Kaiser. Der Bürgermeister bezeichnete ihn als Wyhlener Urgestein. Er habe sich besondere Verdienste um die Erforschung der Wyhlener Dorfgeschichte erworben. Unvergessen bleibe sein Einsatz für den Wiederaufbau der Feldkapelle an der Rheinfelder Straße und die Neuerrichtung von Feldkreuzen im Engeltal und auf dem Rührberg. Gehe man mit ihm durch den Ort, erfahre man stets etwas Neues. Mit seinen Dokumentationen über das Zehnthaus, die Solvay und die Dorfbrunnen habe er die Jahreshefte des Vereins für Heimatgeschichte maßgeblich bereichert. Kaiser erhielt die Goldene Bürgerverdienstmedaille der Gemeinde Grenzach-Wyhlen.

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